Serbien betont Kompromissbereitschaft mit Kosovo
Der serbische Außenminister Ivica Dacic erklärte am Dienstag (10. Januar) in Budapest, dass Serbien sich dafür einsetzte, einen Kompromiss mit dem Kosovo zu finden. Allerdings betonte er, dass die Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovos eine rote Linie darstellen würde.
Der serbische Außenminister Ivica Dacic erklärte am Dienstag (10. Januar) in Budapest, dass Serbien sich dafür einsetzte, einen Kompromiss mit dem Kosovo zu finden. Allerdings betonte er, dass die Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovos eine rote Linie darstellen würde.
„Wir glauben, dass die Kosovo-Frage nur durch einen Kompromiss gelöst werden kann, und wir sind sehr empfindlich gegenüber der Politik der doppelten Standards in Bezug auf die territoriale Integrität,“ sagte Dacic auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem ungarischen Amtskollegen Peter Szijjarto.
„Territoriale Integrität ist entweder ein Prinzip oder nicht. Man kann nicht in einem Fall die territoriale Integrität unterstützen und in einem anderen Fall sagen, dass man es auch anders machen kann“, fügte er hinzu.
Dacic sagte auch, dass Belgrad drei rote Linien in Bezug auf den Kosovo habe. Erstens müsse alles Unterzeichnete umgesetzt werden, zweitens könne Belgrad die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennen und die Mitgliedschaft des Kosovo in der UNO nicht akzeptieren, und die dritte rote Linie sei die Sicherheit der Serb:innen im Kosovo.
Zu den Beziehungen zwischen Serbien und Ungarn sagte Dacic, diese hätten in den letzten zehn Jahren das höchste Niveau erreicht und basierten auf gegenseitigem Vertrauen, Zusammenarbeit, gemeinsamen Interessen und gegenseitigem Respekt, einschließlich der Achtung der Rechte der nationalen Minderheiten – der Ungar:innen in Serbien und der Serb:innen in Ungarn.
Nach seinem Treffen mit Ministerpräsident Viktor Orban sagte er, die grundlegende Botschaft der ungarischen Beamt:innen an ihn sei, dass Serbien und Ungarn zusammenhalten und gemeinsam nach Lösungen für die aktuellen politischen und außenpolitischen Fragen, aber auch für verschiedene wirtschaftliche, energiepolitische und andere Fragen suchen müssten.
Er sagte, sie hätten ein neues trilaterales Treffen mit Österreich zur Bekämpfung der illegalen Migration und eine Sitzung der serbischen und ungarischen Regierungen besprochen, die in der ersten Jahreshälfte stattfinden werde. Orban und Szijjarto hätten ihm mitgeteilt, dass Ungarn gegen die Aufnahme des Kosovo in europäische internationale Organisationen stimmen werde.
Dieser Artikel erschien ursprünglich bei EURACTIVs Medienpartner betabriefing.com.