Slowakisches Wachstum hängt von EU-Aufbauprogramm ab

Das slowakische Wachstum wird laut Experten davon abhängen, ob die Slowakei in der Lage sein wird, Gelder aus dem EU-Wiederaufbaufonds zu absorbieren, nachdem die Slowakische Nationalbank ihre Wachstumsprognose von zuvor 0,6 Prozent auf 1,3 Prozent angehoben hat.

EURACTIV.sk
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In diesem Jahr, in dem zwei Drittel der für dieses Jahr aus dem Nationalen Konjunkturprogramm bereitgestellten Mittel absorbiert wurden, wird das BIP voraussichtlich nur um 0,7 Prozent steigen. [Shutterstock/esfera]

Das slowakische Wachstum wird laut Experten davon abhängen, ob die Slowakei in der Lage sein wird, Gelder aus dem EU-Wiederaufbaufonds zu absorbieren, nachdem die Slowakische Nationalbank ihre Wachstumsprognose von zuvor 0,6 Prozent auf 1,3 Prozent angehoben hat.

In der Vergangenheit hatte die Slowakei Schwierigkeiten, EU-Gelder zu absorbieren. Für den Haushaltszeitraum 2014-2020 rangiert das Land auf dem drittletzten Platz unter den EU-Staaten, wobei rund 6 Milliarden Euro noch nicht abgerufen wurden.

In diesem Jahr, in dem zwei Drittel der für dieses Jahr aus dem Nationalen Konjunkturprogramm bereitgestellten Mittel absorbiert wurden, wird das BIP voraussichtlich nur um 0,7 Prozent steigen.

Die ersten Signale für die Inanspruchnahme des EU-Wiederaufbaufonds („Next Generation EU“) sind ebenfalls nicht positiv.

So blieb beispielsweise die Nachfrage nach Wohnungsrenovierungen, einer der Säulen des slowakischen Konjunkturprogramms, bisher hinter den Erwartungen zurück.

Die neue und verbesserte Prognose der Nationalbank lässt sich durch die deutliche Entspannung bei den weltweiten Energiepreisen erklären. Die Maßnahmen der Regierung haben den Anstieg der regulierten Energiepreise gebremst, aber der Verbrauch der Haushalte wird weiterhin durch die Lebensmittelpreise unter Druck gesetzt.

Außerdem werden die Slowakei und die EU in diesem Jahr wahrscheinlich eine Rezession vermeiden, so das Finanzpolitische Institut der Regierung (IFP).

Der Prognose zufolge wird die Industrie weiterhin hinterherhinken, aber die Engpässe werden allmählich beseitigt, sodass sich die Leistung der Industrie im Laufe des Jahres verbessern wird.

Was die Reallöhne betrifft, so ist die neue Prognose, die einen bescheidenen Anstieg von weniger als 1 Prozent vorhersagt, positiver als die vorherige, die einen Rückgang voraussagte.

Im vergangenen Jahr wuchs die slowakische Wirtschaft nach Angaben des IFP um 1,7 Prozent, während die Verbraucherpreise um 12,8 Prozent stiegen.

(Michal Hudec | EURACTIV.sk)