Slowenien schickt nach Ringtausch mit Deutschland Panzer in die Ukraine
Der slowenische Ministerpräsident Robert Golob und Bundeskanzler Olaf Scholz haben sich am Montag auf einen lange verzögerten Austausch von Militärfahrzeugen geeinigt, in dessen Rahmen slowenische Panzer aus der jugoslawischen Ära an die Ukraine geliefert werden sollen.
Der slowenische Ministerpräsident Robert Golob und Bundeskanzler Olaf Scholz haben sich am Montag auf einen lange verzögerten Austausch von Militärfahrzeugen geeinigt, in dessen Rahmen slowenische Panzer aus der jugoslawischen Ära an die Ukraine geliefert werden sollen.
Im Rahmen des sogenannten Ringtauschs, über den Deutschland indirekt Waffen an die Ukraine liefert, wird Slowenien 28 M55-Panzer in die Ukraine schicken und dafür 40 Transportfahrzeuge aus deutscher Produktion erhalten, darunter 35 achträdrige Lastkraftwagen und fünf Wassertankwagen.
„Der Drei-Länder-Austausch wird die Verteidigungszusammenarbeit zwischen Slowenien und Deutschland stärken“, so Golobs Büro in einer Pressemitteilung.
Das Abkommen war bereits seit Monaten vorbereitet worden, die Gespräche hatten bereits unter der vorherigen slowenischen Regierung begonnen.
Slowenischen Medienberichten zufolge, die mit der Angelegenheit vertraute Quellen zitierten, waren die Verhandlungen zuvor ins Stocken gekommen, weil Slowenien die neueste Generation deutscher Panzer wollte – eine Forderung, der Deutschland nicht nachkommen wollte.
Das Tauschgeschäft war eines der Hauptgesprächsthemen gewesen, als Golob im Juli Berlin besucht hatte.