Slowenischen Präsidentschaftswahlen werden wohl Dreikampf

Bei den slowenischen Präsidentschaftswahlen zeichnet sich ein Dreikampf ab, nachdem ein sozialdemokratischer EU-Abgeordneter im Vorfeld der Wahl am 23. Oktober, bei der acht Kandidaten zur Wahl stehen werden, nachgerückt ist.

sta.si
Presidential election run-off in Slovenia
In der jüngsten Umfrage der linken Wochenzeitung Mladina kam Logar auf 27,3 Prozent, gefolgt von Pirc Musar mit 23,3 Prozent und Brglez mit knapp 19 Prozent. [EPA-EFE/ANTONIO BAT]

Bei den slowenischen Präsidentschaftswahlen zeichnet sich ein Dreikampf ab, nachdem ein sozialdemokratischer EU-Abgeordneter im Vorfeld der Wahl am 23. Oktober, bei der acht Kandidaten zur Wahl stehen werden, nachgerückt ist.

Die Wahl ist ziemlich offen, wobei die meisten Medien und Umfragen bisher auf zwei Kandidaten ausgerichtet sind: Nataša Pirc Musar, ehemals Nachrichtensprecherin sowie bekannte Anwältin, und Anže Logar, Außenminister in der Regierung 2020-2022 und von einigen als potenzieller Nachfolger von Janez Janša an der Spitze der Demokraten (SDS) angesehen.

Die beiden liegen in den Umfragen Kopf an Kopf zwischen 20 und 30 Prozent, aber in den meisten Umfragen wurde der EU-Abgeordnete Milan Brglez nicht berücksichtigt. Seine Kandidatur wurde erst vor zwei Wochen von den Sozialdemokraten angekündigt und kurz darauf von der regierenden Freiheitsbewegung unterstützt.

Die Freiheitsbewegung hatte einen eigenen Kandidaten, der überraschend aus persönlichen Gründen zurücktrat. Die Sozialdemokraten beschlossen zunächst, überhaupt nicht ins Rennen zu gehen, bevor sie ihren Kurs änderten.

In der jüngsten Umfrage der linken Wochenzeitung Mladina kam Logar auf 27,3 Prozent, gefolgt von Pirc Musar mit 23,3 Prozent und Brglez mit knapp 19 Prozent.

In einer möglichen Stichwahl würden sowohl Pirc Musar als auch Brglez Logar besiegen, wobei der Vorsprung von Brglez deutlich geringer ist.

Zwei weitere kleine Parteien haben ihre eigenen Kandidaten. Die Linke schickt den brandgefährlichen Abgeordneten Miha Kordiš ins Rennen und die christdemokratische Partei Neues Slowenien hat Janez Cigler Kralj, einen ehemaligen Arbeitsminister, aufgestellt.

Beide liegen derzeit in den Umfragen im niedrigen einstelligen Bereich.