Tschechische Impfgegner werden zu Pro-Russland-Aktivisten
Gruppen tschechischer Aktivist:innen, die Massendemonstrationen gegen Corona-Auflagen organisieren, unterstützen Russland offen bei seiner Aggression gegen die Ukraine. Ihr Anführer unterhält derweil Geschäftsbeziehungen zu Moskau.
Gruppen tschechischer Aktivist:innen, die Massendemonstrationen gegen Corona-Auflagen organisieren, unterstützen Russland offen bei seiner Aggression gegen die Ukraine. Ihr Anführer unterhält derweil Geschäftsbeziehungen zu Moskau.
„Die USA mit ihrem Dollar brauchen einen Krieg, die Ukraine mit ihrer kollabierenden und korrupten Wirtschaft muss den Schuldigen finden. Putin ist nicht dumm, aber wenn es in den separatistischen Republiken zu einem Völkermord kommt, wird er schließlich keine andere Wahl haben, als einzugreifen“, schrieb die populärste tschechische Impfgegner-Gruppe Chcípl PES auf ihrem Facebook-Profil.
Die tschechische Tageszeitung Hospodářské noviny berichtete, dass der Beitrag einige Stunden später vom Administrator der Plattform gelöscht wurde.
„Ich stehe auf der Seite Russlands“, postete der populäre Impfgegner Patrik Tušl auf seiner Website mit rund 10.000 Followern.
Es sei offensichtlich, dass die Gruppen, die sich gegen Corona-Maßnahmen auflehnen, schnell pro-russisch werden, so die tschechischen Elfen, einer Organisation von Cyber-Aktivist:innen, die gegen Desinformation kämpfen.
„In allen Desinformationskanälen können wir sehen, dass sich die Szene zu einer intensiven Unterstützung für Russland bewegt“, heißt es in der Analyse. „Quantitativ und qualitativ ist das Thema COVID-19 auf dem Rückzug“, berichten die Cyberaktivist:innen.
Darüber hinaus wies die tschechische Nachrichtenseite Forum24 darauf hin, dass der Leiter der PES-Initiative von Chcípl mehrere geschäftliche Aktivitäten in Russland betreibt.