Türkische Regierung droht USA wegen Waffenhilfe für Kurden

Das US-Verteidigungsministerium will der Kurdenmiliz YPG Waffen für den Kampf in Syrien bereitstellen. Dich die türkische Regierung droht dem Nato-Partner USA mit Konsequenzen.

yildirim
Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim reist in die USA. [<a href="https://tr.m.wikipedia.org/wiki/Binali_Y%C4%B1ld%C4%B1r%C4%B1m#/media/Dosya%3ABa%C5%9FbakanY%C4%B1ld%C4%B1r%C4%B1m.jpg" target="_blank" rel="noopener">MilletinAdamı/Wikimedia</a>]

Das US-Verteidigungsministerium will der Kurdenmiliz YPG Waffen für den Kampf in Syrien bereitstellen. Dich die türkische Regierung droht dem Nato-Partner USA mit Konsequenzen.

Noch habe die US-Regierung die Chance, die türkischen Befindlichkeiten zu berücksichtigen, sagte Ministerpräsident Binali Yildirim in Ankara.

„Fällt die Entscheidung anders aus, wird das sicherlich Folgen haben und auch negative Ergebnisse für die USA nach sich ziehen.“

Für den Kampf um die syrische IS-Hochburg Rakka soll die Kurdenmiliz Waffen von den USA erhalten, wie das Verteidigungsministerium in dieser Woche bekanntgab. Die YPG ist im Kampf gegen die Extremistenmiliz IS einer der wichtigsten Verbündeten der USA.

Ankara betrachtet die Miliz dagegen als verlängerten Arm der PKK, die in der Türkei für mehr Autonomie für die Kurden kämpft. Die PKK wird sowohl von den USA als auch von der EU als Terrororganisation eingestuft.