Ungarn: Meloni nimmt als Hauptrednerin an "Demografiegipfel" teil
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wird eine der Hauptrednerinnen auf dem kommenden Budapester Demografiegipfel Mitte September sein. Das kündigte die ungarische Präsidentin Katalin Novák am Dienstag auf ihrer Facebook-Seite an.
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wird eine der Hauptrednerinnen auf dem kommenden Budapester Demografiegipfel Mitte September sein. Das kündigte die ungarische Präsidentin Katalin Novák am Dienstag auf ihrer Facebook-Seite an.
Die Veranstaltung werde vom 14. bis 16. September zum fünften Mal stattfinden und sei eine der größten internationalen Konferenzen Ungarns, so Novák in ihrem Post.
Der Budapester Demografiegipfel ist eine globale Konferenz, die sich mit Fragen der Demografie, der Bevölkerungsentwicklung und der damit verbundenen Politik befasst. Der erste Gipfel fand 2015 statt und wurde von der ungarischen Regierung in Partnerschaft mit dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) und anderen internationalen Organisationen organisiert.
Meloni ist eine der wichtigsten Verbündeten von Premierminister Viktor Orbán in Europa. Nach ihrer Wahl zur Ministerpräsidentin gratulierte er ihr mit den Worten: „Ein mehr als verdienter Sieg.“ Zudem nannte er ihre Vereidigung auf X, ehemals Twitter, einen „[großen] Tag für die europäische Rechte“.
Trotzdem gab es bisher keine sichtbare Zusammenarbeit zwischen den Regierungschefs beider Länder, die sehr unterschiedliche Ansichten über den Krieg zwischen Russland und der Ukraine haben. Orban steht der europäischen Unterstützung der Ukraine kritisch gegenüber, während Meloni diese, so wie die Mehrheit der EU-Staaten, befürwortet.
In der Tat wird Melonis Teilnahme am Demografiegipfel von ihrem Team als Zeichen ihrer guten Beziehungen zur ungarischen Präsidentin Novak und nicht zu Orban dargestellt.
„Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Novak und Meloni sind bekannt, ebenso wie die zentrale Bedeutung, die die italienische Regierung demographischer Politik beimisst“, sagte Carlo Fidanza, Leiter der Delegation der Fratelli d’Italia- EKR im Europäischen Parlament gegenüber EURACTIV.
„Die Teilnahme der Premierministerin an dieser wichtigen Veranstaltung in Budapest sollte natürlich in diese Richtung gelesen werden, als weitere Bestätigung einer Verpflichtung, die unsere Premierministerin auch im Hinblick auf das nächste Haushaltsgesetz wiederholt hat“, fügte er hinzu.