USA genehmigen Verkauf von Tomahawk-Raketen an Deutschland, sagt Merz

Diese Äußerungen erfolgten nur einen Tag nach einem wichtigen NATO-Gipfel in Ankara, auf dem Staats- und Regierungschefs aus aller Welt neue Verteidigungsabkommen bekanntgaben.

EURACTIV.com
USS Laboon Fires A Tomahawk Land Attack Missile
Eine Tomahawk-Rakete. [Foto: Smith Collection/Gado/Getty Images]

Die Trump-Regierung hat den Verkauf von Tomahawk-Marschflugkörpern an Deutschland genehmigt, wie Bundeskanzler Friedrich Merz am Donnerstag im Bundestag bekanntgab.

Die Äußerungen erfolgten nur einen Tag nach einem wichtigen NATO-Gipfel in Ankara, Türkei, auf dem Staats- und Regierungschefs aus aller Welt eine ganze Reihe neuer Verteidigungsabkommen bekanntgaben.

„Am Rande des NATO-Treffens in Ankara haben wir mit der US-Regierung vereinbart, dass wir amerikanische Tomahawk-Raketen kaufen und in Deutschland stationieren werden“, sagte Merz.

Dieser Schritt würde eine wichtige strategische Lücke schließen, fügte er hinzu und betonte gleichzeitig, dass Deutschland weiterhin mit seinen europäischen Partnern zusammenarbeiten werde, um eigene Langstreckensysteme in Europa zu entwickeln und einzusetzen.

Die Trump-Regierung stoppte diese Pläne im Mai

Vor zwei Jahren hatte die Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden zugesagt, ein Long-Range Fires Battalion und ein Luftabwehrbataillon, die der 2. Multi-Domain Task Force zugeordnet sind, nach Deutschland zu entsenden. Die Langstreckeneinheit sollte mit Tomahawk-Marschflugkörpern ausgerüstet werden, während das Luftabwehrbataillon SM-6-Abfangraketen einsetzen sollte. Die Trump-Regierung stoppte diese Pläne jedoch Anfang Mai.

Es bleibt unklar, welche Abschussplattform Berlin beschaffen will. Innerhalb des Verteidigungsministeriums gilt das Typhon-System offenbar als bevorzugte Option, da es sowohl Tomahawk-Marschflugkörper als auch SM-6-Abfangraketen abschießen kann.

(cm)