Wahlkampf wird runtergefahren, Beileidsbekundungen aus Deutschland
Nach den Anschlägen in Barcelona wird der Wahlkampf in Deutschland runtergefahren. Regierung und Parteien bringen Trauer und Entsetzen zum Ausdruck.
Kanzlerkandidat Schulz und Kanzlerin Merkel wollen sich wegen des Anschlags in Spanien am Freitag mit dem Wahlkampf zurückhalten. Vertreter von Regierung und Parteien bringen Trauer und Entsetzen zum Ausruck.
Der SPD-Chef teilte am Vormittag mit, er habe mit Merkel telefoniert. „Wir haben für den heutigen Tag vereinbart, dass wir unsere Wahlkampfaktivitäten einschränken, dass wir auf Musik verzichten“, sagte Schulz. Sie wollten damit ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Spanien setzen. „Das sind bittere Tage. Solche Tage sind traurige Momente“, sagte Schulz. Mit Merkel sei er sich „über alles politisch Trennende hinaus“ einig, dass man „dem Terror keinen Platz lassen“ dürfe und die offene Gesellschaft verteidigen müsse.
Bei dem Anschlag auf dem Prachtboulevard Las Ramblas in der katalonischen Metropole Barcelona waren am Donnerstag mindestens 13 Menschen getötet und mehr als 100 weitere verletzt worden. Unter den Opfern sind nach Angaben der katalanischen Regionalregierung auch Deutsche.
Kanzlerin #Merkel hat der span. Regierung ihr Beileid übermittelt, "dem spanischen Volk in dieser schweren Stunde eng verbunden." #Barcelona
— Steffen Seibert (@RegSprecherStS) August 17, 2017
Auch die Bundesregierung und die Parteien zeigten sich tief betroffen. Die CDU/CSU Fraktion im Bundestag: „Unsere Trauer gilt den Toten, unser Mitgefühl ihren Angehörigen und den verletzten Opfern.“ Aus der SPD-Fraktion heißt es: „Wir stehen in diesem schweren Moment fest an der Seite unserer spanischen Freunde. Wir stehen solidarisch in Europa zusammen. Wir werden uns dem Terrorismus nicht beugen, er wird uns nicht entzweien.“
Ich bin entsetzt über den Anschlag in #barcelona. Meine Gedanken sind bei den Opfern. Hass und Gewalt dürfen nicht siegen.
— Sahra Wagenknecht (@SWagenknecht) August 17, 2017
Entsetzt über den Anschlag zeigten sich auch viele Politiker kleinerer Parteien. FDP-Chef Lindner auf Twitter: „Terror erklärt der freien Welt den Krieg, aber wir bleiben stärker. Jedes Opfer ist Verpflichtung, Lebensweise zu verteidigen.“ Katrin Göring-Eckardt von den den Grünen: „In diesen Stunden sind wir in Gedanken und mit dem Herzen in Barcelona. Gegen diesen abscheulichen Terror und Hass stehen wir zusammen.“
Terror erklärt der freien Welt den Krieg, aber wir bleiben stärker. Jedes Opfer ist Verpflichtung, Lebensweise zu verteidigen.CL #barcelona
— Christian Lindner (@c_lindner) August 17, 2017