Weber und der polnische Wahlkampf

Am 15. Oktober werden die Polen zur Wahlurne gerufen, um ein neues Parlament zu wählen. In dem aufgeheizten Wahlkampf ist für die Regierungspartei PiS auch Deutschland eines der Dauerbrenner, um auf Stimmenfang zu gehen. 

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Am 15. Oktober werden die Polen zur Wahlurne gerufen, um ein neues Parlament zu wählen. In dem aufgeheizten Wahlkampf ist für die Regierungspartei PiS auch Deutschland eines der Dauerbrenner, um auf Stimmenfang zu gehen. 

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Insbesondere der Chef der Europäischen Volkspartei und stellvertretender Parteivorsitzender der CSU, Manfred Weber, wird zunehmend ins Zentrum der Debatte gerückt. 

Seit sich Weber für die oppositionelle PO und ihren Kandidaten Donald Tusk starkgemacht hat, versucht die PiS ihn zu einem ihrer wesentlichen Kontrahenten zu erheben. Nachdem bereits Premierminister Mateusz Morawiecki ein TV-Duell mit Weber gefordert hatte, setzt nun auch PiS Parteichef Jarosław Kaczyński nach und forderte Weber zur Debatte. 

Nachdem das Lager um Donald Tusk zu dem Thema lange geschwiegen hatte, äußerte er sich inzwischen direkt zu dem Vorstoß seines Kontrahenten.

“Lieber Jarosław, es gibt keinen Grund für Angst oder Scham. Mit mir wird (eine Debatte) auf Polnisch stattfinden“, sagte Tusk in Anspielung auf Kaczyńskis begrenzte Fremdsprachenkenntnisse.

Ob sich der PiS-Anführer das antun will, bleibt aber fraglich. Denn nach der letzten Debatte mit Tusk verlor die PiS die Wahlen – das liegt aber schon fast zwei Jahrzehnte in der Vergangenheit.

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