Wegen knapper Unterkünfte: Irland bringt Flüchtlinge in Stadien unter

In Irland sind die Unterkünfte für Flüchtlinge aus der Ukraine zunehmend ausgelastet, weshalb Sportarenen Vorbereitungen treffen, um die ankommenden Menschen unterzubringen.

EURACTIV.com
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Irischen Medienberichten zufolge sollen ab Mittwoch bis zu 70 Flüchtlinge in der Millstreet Arena in der Grafschaft Cork untergebracht werden. Die Kapazität des Veranstaltungsortes könnte bereits Ende der Woche ausgelastet sein. [[Shutterstock/Gabriel Preda RO]]

In Irland sind die Unterkünfte für Flüchtlinge aus der Ukraine zunehmend ausgelastet, weshalb Sportarenen Vorbereitungen treffen, um die ankommenden Menschen unterzubringen.

Irischen Medienberichten zufolge sollen ab Mittwoch bis zu 70 Flüchtlinge in der Millstreet Arena in der Grafschaft Cork im Süden Irlands untergebracht werden. Die Kapazität des Veranstaltungsortes könnte bereits Ende der Woche ausgelastet sein.

Seit Beginn des Krieges sind mehr als 24.000 Menschen aus der Ukraine nach Irland gekommen, von denen weit mehr als die Hälfte eine staatliche Unterkunft benötigt. Die Regierung hat Schwierigkeiten, für alle eine Unterkunft zu finden.

Viele Menschen wurden in Hotels einquartiert, doch der Mangel an Zimmern hat zum Bau von Notunterkünften geführt, darunter auch Zeltunterkünfte in Armeelagern. Die Millstreet Arena ist die erste dieser kurzfristigen Einrichtungen, die nun genutzt wird.

Nach Angaben des Irischen Roten Kreuzes wurden mehr als 24.000 Unterkünfte zugesagt – einige in Gemeinschaftsunterkünften, andere in leer stehenden Häusern -, und die Prüfung und Bereitstellung von Gemeinschaftsunterkünften soll nächste Woche beginnen.

Nach dem Treffen am Mittwoch mit dem ukrainischen Premierminister in Irland kündigte Taoiseach Micheál Martin die Einrichtung von provisorischen Notunterkünften an. Der irische Premierminister gab zu bedenken, dass  „solche Einrichtungen bereitgestellt werden müssen, wenn weiterhin viele Menschen ins Land kommen.“

„Die Situation ist in der Tat sehr schwierig, aber wir müssen an allen Fronten alles tun, was wir können, um den Menschen, die aus der Ukraine fliehen, zu helfen“, sagte er.