Weitere EU-Verträge über gemeinsame Munitionsbeschaffung unterzeichnet

Die Europäische Verteidigungsagentur (EDA) hat am Dienstag (5. September) acht Verträge mit der europäischen Industrie über die gemeinsame Beschaffung von 155-mm-Munition für die Ukraine unterzeichnet. Dies ist der allererste Schritt, die EU für den gemeinsamen Kauf von Waffen zu nutzen.

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"Wir bieten den Mitgliedstaaten jetzt die Möglichkeit, über die EDA Aufträge an die Industrie zu erteilen, entweder zur Unterstützung der Ukraine oder zur Aufstockung ihrer eigenen nationalen Bestände. Es liegt nun an den Mitgliedstaaten, diese Möglichkeiten in vollem Umfang zu nutzen", sagte der Leiter der EDA, Jiří Šedivý. [EDA]

Die Europäische Verteidigungsagentur hat acht Verträge mit der europäischen Industrie über die gemeinsame Munitions-Beschaffung unterzeichnet. Damit öffnet sich nun der Weg, die EU für den gemeinsamen Kauf von Waffen zu nutzen.

Mit den Vertragsunterzeichnungen vom Dienstag (5. September) haben die EU-Mitgliedstaaten und Norwegen jetzt die Möglichkeit, 155-mm-Munition für die Ukraine über die Europäische Verteidigungsagentur (EDA) zu beschaffen, die als Beschaffungsagentur fungieren würde.

Die gemeinsame Beschaffung von Munition im Wert von 1 Milliarde Euro ist eine der Maßnahmen der EU, um Artilleriemunition und Raketen für Kyjiw zu sichern.

Das „Track 2„-Programm läuft parallel zu den anderen EU-Programmen zur Unterstützung von Lieferungen direkt aus den Beständen und zur Ankurbelung der Munitionsproduktion (ASAP) in der gesamten EU, wobei auf Skaleneffekte gesetzt wird.

155mm-Munition

Am Hauptsitz der Agentur in Brüssel wurden fünf Verträge unterzeichnet, die zu den drei bereits im Sommer abgeschlossenen Verträgen hinzukommen.

„Wir bieten den Mitgliedstaaten jetzt die Möglichkeit, über die EDA Aufträge an die Industrie zu erteilen, entweder zur Unterstützung der Ukraine oder zur Aufstockung ihrer eigenen nationalen Bestände. Es liegt nun an den Mitgliedstaaten, diese Möglichkeiten in vollem Umfang zu nutzen“, sagte der Leiter der EDA, Jiří Šedivý.

Die EDA hat nach eigenen Angaben bisher Verträge über Munition für zwei Systeme ausgehandelt und unterzeichnet: die deutsche Panzerhaubitze 2000 und die Geschoss- und Zünderkomponenten der Munition für das polnische Haubitzen-System Krab.

„Weitere Rahmenverträge für andere Haubitzsysteme werden in Kürze folgen“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Für gängige Systeme

Ganz allgemein erklärt die EDA, dass „die zu beschaffende Munition für die gängigsten Haubitzen mit Eigenantrieb bestimmt ist, die die EU-Mitgliedstaaten in die Ukraine entsandt haben: Frankreichs Caesar, Polens Krab, Deutschlands Panzerhaubitze 2000 und die slowakische Zuzana.“

Die gemeinsame Beschaffung wird Granaten, Pulver und Sprengstoff umfassen, soweit EURACTIV weiß.

Was die nächsten Schritte betrifft, so werden die Mitgliedstaaten und Norwegen über diese von der EDA ausgehandelten und unterzeichneten Rahmenverträge, die die Nachfrage bündeln werden, Bestellungen aufgeben müssen.

Die Namen der Auftragnehmer und die Preise werden nicht veröffentlicht, da sie als „sensible Informationen“ eingestuft werden, so die EDA.

[Bearbeitet von Alice Taylor/Kjeld Neubert]