Weniger ukrainische Flüchtlinge als erwartet kommen nach Schweden

Weniger ukrainische Flüchtlinge als erwartet haben in Schweden Asyl beantragt, und einige von ihnen sind bereits in die Ukraine zurückgekehrt, sagte der Minister für Integration und Migration Anders Ygeman am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.

EURACTIV.com
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Seit Beginn des Krieges in der Ukraine haben 34.400 Ukrainer:innen Schutz in Schweden beantragt, sagte Ygeman und fügte hinzu, dass es eine gewisse Rückwanderungsbewegung in die Ukraine gegeben habe. [[Shutterstock/Bumble Dee]]

Weniger ukrainische Flüchtlinge als erwartet haben in Schweden Asyl beantragt, und einige von ihnen sind bereits in die Ukraine zurückgekehrt, sagte der Minister für Integration und Migration Anders Ygeman am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.

„Die Zahl der Menschen, die nach Europa fliehen, hat sich ebenfalls verlangsamt“, sagte Ygeman und fügte hinzu, dass der Rückzug Russlands aus der Region Kiew einen dämpfenden Effekt auf den Flüchtlingsstrom gehabt habe.

„Der Konflikt war damals eher auf die Ost- und Südukraine beschränkt. Wenn sich der Krieg wieder ausweitet, ist es wahrscheinlich, dass mehr Menschen in Europa Zuflucht suchen“, sagte er.

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine haben 34.400 Ukrainer:innen Schutz in Schweden beantragt, sagte Ygeman und fügte hinzu, dass es eine gewisse Rückwanderungsbewegung in die Ukraine gegeben habe.

Laut Mikael Ribbenvik, dem Generaldirektor der schwedischen Migrationsbehörde, werden im Jahr 2022 voraussichtlich 80.000 Menschen in Schweden Schutz suchen, anstatt der 200.000, die in den einigen Szenarien prognostiziert wurden.

Im Gegensatz zu früheren Flüchtlingskrisen haben Schwedens nordische Nachbarländer laut Ribbenvik pro Kopf mehr Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen als Schweden.

Bislang haben mehr als 600 Ukrainer:innen ihren Antrag auf Schutz in Schweden zurückgezogen. Ribbenvik zufolge könnte dies daran liegen, dass sie in einem anderen Land um Asyl bitten wollen.

„Einige Ukrainer:innen sagten uns: ‚Wir wollen nicht nach Schweden, weil es kein NATO-Land ist, wir gehen lieber nach Norwegen und Dänemark.‘ Einige andere kamen nach Schweden und Norwegen, merkten aber, wie teuer es dort ist, und kehrten vielleicht nach Polen zurück, wo das Leben billiger ist“, sagte er.

Die schwedische Migrationsbehörde hat bereits 9,8 Milliarden Schwedische Kronen (SEK) für die Verwaltung der Aufnahme beantragt.

„Das ist kein Geld für die Agentur, sondern eine Entschädigung für Kommunen und andere, die Unterkünfte und Tagegelder für schutzbedürftige Menschen aus der Ukraine bereitstellen“, sagte Ribbenvik.