Winter ohne russisches Gas sei machbar, so Sloweniens Premier
Bei den Gesprächen des slowenischen Premierministers Robert Golob mit Bundeskanzler Olaf Scholz am Dienstag standen die Sorgen um die Energieversorgung in Europa ganz oben auf der Tagesordnung.
Bei den Gesprächen des slowenischen Premierministers Robert Golob mit Bundeskanzler Olaf Scholz am Dienstag standen die Sorgen um die Energieversorgung in Europa ganz oben auf der Tagesordnung.
Golob sagte, das Ziel, den Winter ohne russisches Gas zu überstehen, sei sehr ehrgeizig, aber machbar, sofern die EU zusammenarbeite und angemessene Maßnahmen zur Gaseinsparung ergriffen würden.
Lösungen für die durch den Krieg in der Ukraine verursachten Gasverknappungen sollten „innerhalb der EU“ gefunden werden, fügte Golob hinzu und wies darauf hin, dass der Bau von Gaspipelines und Stromübertragungsleitungen intensiviert werden sollte.
„Wir können den Wind im Norden mit der Sonne im Süden verbinden, und wir können ein sehr starkes und stabiles System schaffen, ein einheitliches europäisches System“, sagte er vor der Presse.
Scholz sagte, dass die EU ihr Bestes tun müsse, um ihre Energieabhängigkeit von Russland zu verringern.
Er verwies auf die Bemühungen, eine Infrastruktur aufzubauen, die kurzfristig die Förderung von Öl und Gas aus anderen Quellen ermöglichen würde.
Nachdem Golob zunächst EU-Institutionen in Brüssel besucht hatte, war dies die erste bilaterale Auslandsreise seit seinem Amtsantritt als Premierminister.