Wohin führt die Europäisierung der Energiepolitik?
Die Europäische Kommission will demnächst ihre EU-Energiestrategie 2020 vorstellen. Sie wird auch für Deutschland wichtige energiepolitische Rahmenbedingungen setzen. EURACTIV.de veranstaltet in Kooperation mit dem Centrum für Europäische Politik (CEP) einen Stakeholder-Workshop zur Zukunft der europäischen Energiepolitik. Er findet am 10. November im Haus der Bundespressekonferenz (Berlin) statt.
Die Europäische Kommission will demnächst ihre EU-Energiestrategie 2020 vorstellen. Sie wird auch für Deutschland wichtige energiepolitische Rahmenbedingungen setzen. EURACTIV.de veranstaltet in Kooperation mit dem Centrum für Europäische Politik (CEP) einen Stakeholder-Workshop zur Zukunft der europäischen Energiepolitik. Er findet am 10. November im Haus der Bundespressekonferenz (Berlin) statt.
Der Workshop trägt den Titel: „Wohin führt die Europäisierung der Energiepolitik?“ Die CEP-Wissenschaftler Götz Reichert und Jan Voßwinkel stellen Kernpunkte einer europäischen Energiestrategie vor und erörtern energiepolitische EU-Vorhaben. Die Moderation übernimmt Alexander Wragge von der Redaktion EURACTIV.de.
Im Fokus stehen unter anderem folgende Problemfelder:
Förderung erneuerbarer Energien: Teuer und kontraproduktiv?
Der Ausbau erneuerbarer Energien ist mit bislang ungelösten Problemen verbunden. Die Vermeidung einer Tonne CO2 mittels erneuerbarer Energien ist bis zu 35 Mal teurer als eine Vermeidung unter Nutzung herkömmlicher Energiequellen. Der Ausbau erneuerbarer Energien wird vorrangig dort gefördert, wo die EU-Mitgliedsstaaten ihn besonders stark subventionieren, und nicht dort, wo die Energieausbeute optimal ist. Die Energienetze halten mit dem Ausbau erneuerbarer Energien nicht Schritt.
Herausforderung Infrastrukturausbau: Wunsch und Wirklichkeit?
Die veraltete Netzinfrastruktur sollte nicht nur mit Blick auf erneuerbare Energien, sondern auch zur Verwirklichung des Energiebinnenmarktes modernisiert werden, damit Strom und Gas in der EU grenzüberschreitend fließen können. Sind hierfür vereinfachte und beschleunigte Genehmigungsverfahren für Energieinfrastrukturprojekte von „europäischem Interesse“ erforderlich?
Ineffiziente Energieeffizienzpolitik?
Die EU-Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz schießen über das Ziel hinaus. Statt dirigistischer Eingriffe wie durch die Ökodesign-Richtlinie („Glühbirnen-Verbot“) sollte z. B. die Kennzeichnung des Energieverbrauchs von Produkten weiter verbessert werden, damit die Verbraucher selbst entsprechende Kaufentscheidungen treffen können.
Der Workshop findet am Mittwoch, dem 10. November 2010, von 10 bis 12 Uhr statt. Ort ist das Haus der Bundespressekonferenz im Berliner Regierungsviertel (10117 Berlin, Schiffbauerdamm 40).
Anmeldungen (bis 8. November) werden erbeten an Frau Khanh Wisniewska (
n.wisniewska@euractiv.de) oder Telefon 030 – 2060 5151.