Zufallsgewinnsteuer versetzt finnische Energiewirtschaft in Aufruhr
Die finnischen Energieunternehmen sind besorgt über den kürzlich von der Regierung angekündigten Vorschlag für eine "Zufallsgewinnsteuer" in Höhe von 33 Prozent für das Jahr 2023
Die finnischen Energieunternehmen sind besorgt über den kürzlich von der Regierung angekündigten Vorschlag für eine „Zufallsgewinnsteuer“ in Höhe von 33 Prozent für das Jahr 2023 – ein ehrgeizigerer Vorschlag als der, auf den sich die Minister:innen im September geeinigt hatten.
Der Vorschlag des Finanzministeriums wird Stromerzeuger und Stromverkäufer dazu zwingen, die Mehrgewinne aus der Energiekrise in der Höhe von rund 1,8 Milliarden Euro abzugeben.
Auch wenn die Branche angesichts der aktuellen Lage bisher Verständnis für die Besteuerung von Überschüssen gezeigt hat, hat der Plan doch einige schockiert.
Die Branche habe ihre Erwartungen auf die EU-Richtlinie gestützt und sei davon ausgegangen, dass die Steuer höchstens 100 Millionen Euro betragen würde, sagte der Geschäftsführer von Finnish Energy, Jukka Leskelä, in einem Interview mit YLE.
Die Steuer könnte notwendige Investitionen behindern, insbesondere wenn die Besteuerung über das Jahr 2023 hinaus fortgesetzt würde, sagte Leskelä. Das Finanzministerium hat solche Befürchtungen jedoch zerstreut und versichert, dass die Maßnahme keineswegs dauerhaft sein soll.
Die Industrie hat bis zum 12. Dezember Zeit, eine Antwort auf den Vorschlag der Regierung einzureichen.