Ablehnung der EU-Verfassung in Frankreich wächst auf 58 % [DE]
Aus einer jüngsten Meinungsumfrage geht hervor, dass der Widerstand in Frankreich gegen den EU-Verfassungsvertrag größer ist denn je. Der EU-Ratsvorsitz drängt jedoch weiter darauf, dass alle Referenden stattfinden.
Aus einer jüngsten Meinungsumfrage geht hervor, dass der Widerstand in Frankreich gegen den EU-Verfassungsvertrag größer ist denn je. Der EU-Ratsvorsitz drängt jedoch weiter darauf, dass alle Referenden stattfinden.
Die am 22. April veröffentlichten Ergebnisse einer jüngsten BVA-Umfrage deuten darauf hin, dass ein ‚Non‘ in Frankreich beim am 29. Mai stattfindenden Referendum über das EU-Vertragswerk immer wahrscheinlicher wird. Der Anstieg des Widerstandes scheint vor allem darauf zurückzuführen zu sein, dass die Ablehnung unter linksgerichteten Wählern um 7 % gewachsen ist. Dahingegen ist die Zahl derjenigen, die für die Verfassung stimmen wollen, unter den Wählern der konservativen UMP-Partei von Präsident Chirac und der liberalen UDF-Partei um einen beziehungsweise um 5 Prozentpunkte angestiegen.
Unterdessen gehen die Spekulationen weiter, wie die EU-Länder, in denen Referenden geplant sind, auf ein mögliches ‚Nein’ der Franzosen reagieren sollten.
Nach Informationen der Financial Times beabsichtigt der luxemburgische Ratsvorsitz eine Erklärung zu veröffentlichen, in der sie die Mitgliedstaaten dazu aufrufen wird, an ihren geplanten Referenden festzuhalten. Alles andere sei, so verlautet es aus Kreisen des Vorsitzes, „undemokratisch“.