An Krise leidende Luftfahrtindustrie verlangt EU-Hilfen [DE]
Die Luftfahrtindustrie rief die Europäische Kommission und die Regierungen der EU dazu auf, Fluggesellschaften die von der Kreditklemme getroffen sind, Unterstützung zukommen zu lassen. Sie forderten die öffentlichen Behörden ebenfalls dazu auf, Forschung und Entwicklung stärker zu fördern, um dem Sektor die Entwicklung von umweltfreundlichen Flugzeugen der Zukunft zu ermöglichen.
Die Luftfahrtindustrie rief die Europäische Kommission und die Regierungen der EU dazu auf, Fluggesellschaften die von der Kreditklemme getroffen sind, Unterstützung zukommen zu lassen. Sie forderten die öffentlichen Behörden ebenfalls dazu auf, Forschung und Entwicklung stärker zu fördern, um dem Sektor die Entwicklung von umweltfreundlichen Flugzeugen der Zukunft zu ermöglichen.
Aufgrund der Wirtschaftskrise und des starken Rückgangs der Nachfrage von Passagier –und Frachttransporten, haben europäische und asiatische Fluglinien auf fallende Einnahmen reagiert und halten sich von der Bestellung neuer Flugzeuge fern.
Die Krise betreffe auch ihre Kunden und das verarbeitende Gewerbe spüre diesen Einbruch, so Allan Cook, der Präsident der Europäischen AeroSpace and Defence Industries Association (ASD), gestern (16. April 2009) gegenüber Mitgliedern der Presse.
Aufträge befänden sich bereits im Rückgang und eine Reihe von Stornierungen wurde ebenfalls beobachtet, so Cook.
Obwohl die Industrie solide, innovativ und technologieorientiert sei, solle man nichts als selbstverständlich erachten, so Cook. Er rief die EU und die nationalen Regierungen dazu auf ihre Unterstützung für Forschung und Technologie auszuweiten, um dem Sektor die Lieferung der nächsten Generation von Flugzeugen zu ermöglichen, aber er unterstrich auch, dass die Industrie kein Rettungpaket wolle.
Versorgungskette ist betroffen
Cook betonte, dass die industrielle Versorgungskette und insbesondere KMU in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage, viele Probleme hätten. Darum brauche man konjunkturelle Anreize wie spezifische Anleihen für KMU im der Luft- und Raumfahrtsektor.
Die Versorger seien von verschiedenen Seiten getroffen und bräuchten dringend Kredite und Anleihen, stimmte auch Thomas Enders der Geschäftsführer von Airbus und Präsident des Bundesverbandes der Deutschen -und Raumfahrtindustrie zu. Währenddessen, könne man die Auslieferzahlen hoch halten, was gut für die Versorgungskette sei, fügte er hinzu.
Sowohl Cook als auch Enders ermutigten die öffentlichen Behörden den Zugang zu Liquidität für Fluglinien zu erhöhen, damit diese neue Flugzeuge kaufen könnten.
Vorbereitung auf zukünftiges Wachstum und das Emissionshandelssystem (ETS) der EU.
Während der Ausblick auf Lange Sicht für die Industrie ermutigend sei, gäbe es Trends die zeigen würden, dass es zu einer Verdoppelung des Luftverkehrs in den nächsten 15 Jahren kommen könnte. Deshalb sollte man für das Wachstum des Sektors gerüstet sein, so Enders.
Die Chefs der Industriebranche kritisierten die Verzögerungen, die die Europäische Kommission durch die auf sieben Jahre angelegte öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) „Clean Sky“ verursacht hatte und dem Luftfahrtsektor helfen sollte, umweltfreundliche Technologien zu entwickeln, aufs heftigste.
Die Initiative, die im Jahr 2006 gestartet wurde sei in großer Gefahr in Bürokratie zu ersticken, so Enders. Er fügte hinzu, dass was als ein „anregendes ÖPP“ im Einklang mit den Zielen von Lissabon startete, eine Geschichte von angesammelten Verspätungen geworden ist.
Die Industrie trage schon jetzt ihren Beitrag zu dem Budget von 800 Millionen Euro bei, aber die internen administrativen Hürden der Kommission würden die Verfügbarkeit von Geldern verlangsamen. Die gesamte Initiative laufe Gefahr zu scheitern und nicht rechtzeitig fertig zu werden. Die ETS würden zusätzlich die Kunden von Flugzeugen belasten, so Enders weiter.
Man könne es sich nicht leisten, Gelder in nicht funktionierenden Programmen zu bündeln, so seine Schlussfolgerung. Er fügte hinzu, dass wenn keine sofortigen Taten folgen würden, die Industrie sich gezwungen sehe, die Gelder, die für das Programm vorgesehen waren, nationalen oder kommerziellen Technologieinitiativen zukommen zu lassen.