Bekämpfung von Mpox: WHO startet Finanzierungsaufruf

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen strategischen Vorsorge- und Reaktionsplan (SPRP) aufgelegt. Er umfasst 120 Millionen Euro für die Bekämpfung von Mpox in den nächsten sechs Monaten. Auch Deutschland plant, die betroffenen Gebiete zu unterstützen.

/ Euractiv.com
IHR Emergency Committee meeting regarding the upsurge of mpox 2024 – 14 August 2024
"Die Mpox-Ausbrüche in der Demokratischen Republik Kongo und den Nachbarstaaten können kontrolliert und gestoppt werden", sagte WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus. [© WHO / Lindsay Mackenzie ]

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen strategischen Vorsorge- und Reaktionsplan (SPRP) entwickelt, der rund 120 Millionen Euro für die Bekämpfung von Mpox in den nächsten sechs Monaten umfasst. Auch Deutschland plant, die betroffenen Gebiete zu unterstützen.

Die WHO-Mitgliedstaaten wurden am Freitag (23. August) über den Plan unterrichtet. Der Plan umfasst die Durchführung von Überwachungs-, Präventions- und Bereitschaftsmaßnahmen sowie einen gerechten Zugang zu Impfstoffen und diagnostischen Tests.

Angesichts des begrenzten Angebots an Impfstoffen wird sich die Impfung auf Hochrisikopersonen und Beschäftigte im Gesundheitswesen konzentrieren. Die EU hat angeboten, die Lieferung von Impfdosen zu koordinieren.

„Die Mpox-Ausbrüche in der Demokratischen Republik Kongo und den Nachbarstaaten können kontrolliert und gestoppt werden“, sagte WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Dr. Tedros betonte die Rolle und die Zusammenarbeit aller Akteure auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene, einschließlich der Forschungsgemeinschaft. Die WHO wird am 29. und 30. August eine virtuelle wissenschaftliche Konferenz veranstalten, an der auch die Koalition für Innovationen in der Epidemievorsorge (CEPI) beteiligt ist.

„Dieser [Vorsorgeplan] ist ein Plan, der auf den Grundsätzen der Gerechtigkeit, der globalen Solidarität, der Stärkung der Gemeinschaft, der Menschenrechte und der sektorübergreifenden Koordinierung beruht“, erklärte er.

Deutschland stellt 100.000 Dosen zur Verfügung

Die Bundesregierung hat am Montag (26. August) die Bereitstellung von 100.000 Mpox-Impfdosen aus Bundeswehrbeständen angekündigt. Damit sollen die internationalen Bemühungen zur Eindämmung des Ausbruchs der Krankheit auf dem afrikanischen Kontinent unterstützt werden.

Diese vom Auswärtigen Amt koordinierte Initiative soll den betroffenen Staaten, insbesondere der Demokratischen Republik Kongo, Burundi und den benachbarten ostafrikanischen Staaten, helfen.

Deutschland stellt außerdem flexible Finanzmittel für die WHO bereit, einschließlich Beitragszahlungen zu deren Notfallfonds. Zudem arbeitet das Land mit der Impfallianz GAVI zusammen, um Impfstoffe und Materialien zu beschaffen.

Kurzfristig wird Deutschland ein mobiles Labor in den Kongo entsenden und ein Team von Gesundheitsexperten zusammenstellen, das sich auf die Infektionsprävention und -diagnose konzentrieren soll. Mittelfristig will es mit europäischen Partnern zusammenarbeiten, um die Afrikanische Union beim Aufbau einer lokalen Impfstoffproduktion zu unterstützen und so eine nachhaltigere Reaktion auf den Ausbruch der Krankheit zu gewährleisten.

[Bearbeitet von Martina Monti/Kjeld Neubert]