Brexit: Schweizer Privatbanken hoffen auf Kapitalflut

Die Schweizer Privatbanken sehen in einem möglichen EU-Austritt Großbritanniens Chancen für ihre Geschäfte. Auf die Unwägbarkeiten des Brexits könne man sich aber nur schwer vorbereiten.

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Für Schweizer Banken könnte ein möglicher Brexit profitabel sein, der Franken legt durch die wachsende Brexit-Angst weiter zu. [Foto: Shutterstock]

Die Schweizer Privatbanken sehen in einem möglichen EU-Austritt Großbritanniens Chancen für ihre Geschäfte.

Sollten die Briten einem Brexit zustimmen, werde die daraus resultierende Unsicherheit in Europa für einen „Zustrom an neuem Kapital“ in die Schweizer Geldhäuser sorgen, sagte
Grégoire Bordier von der Vereinigung Schweizerischer Privatbanken (ABPS) am
Freitag in Genf. Die eidgenössischen Banken könnten sich aber wegen der
Unwägbarkeiten auf das Szenario nur schwer vorbereiten.

Der Schweizer EU-Chefunterhändler Jacques de Watteville betonte, die
Schweiz habe „großes Interesse am Wohlergehen Europas“. Allerdings werde sich
die Welt auch nach dem Referendum in Großbritannien am 23. Juni weiterdrehen.
Die Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU über die Zuwanderung
liegen momentan auf Eis, da Brüssel dadurch eine Beeinflussung des Referendums
in Großbritannien befürchtet. Die Schweizer hatten in einer Volksabstimmung
2014 Quoten für Einwanderer gefordert – die Regierung muss deshalb über
Änderungen des Freizügigkeitsabkommens mit der EU beraten.