Brüssel plant Strategie zur „Bio-Wirtschaft“

Die Europäische Kommission arbeitet an einer neuen Strategie, die der Industrie helfen soll, sich der so genannten „Bio-Wirtschaft“ anzuschließen – einem wachstumsstarken Geschäftsfeld, das schon für 22 Millionen Arbeitsstellen sorgt.

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Die Europäische Kommission arbeitet an einer neuen Strategie, die der Industrie helfen soll, sich der so genannten „Bio-Wirtschaft“ anzuschließen – einem wachstumsstarken Geschäftsfeld, das schon für 22 Millionen Arbeitsstellen sorgt.

Der Sektor im Wert von zwei Trillionen Euro, der von der Land- und Forstwirtschaft und der Fischerei bis zu den Lebensmitteln, Chemikalien und Biokraftstoffen reicht, stelle einen Bereich dar, in den Europa der Innovationskommissarin, Máire Geoghegan-Quinn, zufolge investieren solle.

Während einer Konferenz in Brüssel sagte die Kommissarin, Bio-Wirtschaft spiele eine zentrale Rolle in der Förderung von Innovationsfragen, die große gesellschaftliche Herausforderungen wie den Druck auf die natürlichen Ressourcen angehen würden.

Nun sei die Zeit gekommen, um eine europäische Strategie über die Entwicklung der Bio-Wirtschaft einzuführen. Diese Strategie werde darauf abzielen, die Führungsrolle Europas im Feld der Biowissenschaften zu verstärken, sagte Geoghegan-Quinn, die Investitionen in Bildung, Forschung und Innovation versprach.

Sie sagte, die Kommission werde einen Konsultationsprozess am Ende des Jahres einleiten, bevor sie eine Mitteilung im Herbst 2011 verabschiedet. Die Kommissarin sagte, die Strategie werde bis zum Frühjahr 2012 auf der Tagesordnung des Ministerrats stehen.

Die EU wird heute (15. September) ein neues Bio-Wirtschaftsforum mit Australien, Neuseeland und Kanada gründen, das die Zusammenarbeit fördern soll.

Europe wird „Innovationspartnerschaften“ einführen

Geoghegan-Quinn enthüllte auch, dass die Kommission eine geringe Anzahl an gezielten „Innovationspartnerschaften“ in Bereiche, die zu gesellschaftlichen Veränderungen eine direkte Verbindung haben, einführen wird.

Diese Partnerschaften würden einen Rahmen bieten, um Ressourcen zu bündeln und zentrale Akteure und relevante Politiken und Instrumente zusammenzubringen. So solle gleichzeitig einen Ausweg aus Engpässen gefunden und Brücken gebaut werden. Es werde kein ganz neues Instrument an sich geben: Viel mehr würden sie die vielen existierenden Instrumente neu miteinander verknüpfen, sagte sie.

Die Kommissarin verpflichtete sich auch dazu, dass das nächste Forschungsrahmenprogramm (FP8) für Investitionen in Forschung, die auf Innovation münden könne, weiterhin sorgen werde.