Bulgarien genehmigt den Kauf von acht weiteren F-16 aus den USA
Die bulgarische Übergangsregierung wird acht weitere US-amerikanische F-16-Kampfflugzeuge im Gesamtwert von fast 1,3 Milliarden Dollar kaufen, die 2027 ausgeliefert werden sollen.
Die bulgarische Übergangsregierung wird acht weitere US-amerikanische F-16-Kampfflugzeuge im Gesamtwert von fast 1,3 Milliarden Dollar kaufen, die 2027 ausgeliefert werden sollen.
Damit wird die Gesamtzahl der amerikanischen F-16-Kampfflugzeuge der neuesten Modifikation Block 70/72 auf 16 steigen.
Die Parameter des Geschäfts wurden während der Amtszeit der Regierung von Ex-Premierminister Kiril Petkow vereinbart, und das US-Angebot wurde Bulgarien vor zwei Monaten übermittelt.
Zwar sind die Kosten ähnlich hoch wie bei den ersten acht Kampfjets, aber die zweite Charge wird mit einer wesentlich größeren Bewaffnung, mehr Ersatztriebwerken und zweisitzigen Flugzeugen geliefert.
Derweil können die neuen Jets auf Raten bezahlt werden, während beim ersten Geschäft die Flugzeuge im Voraus bezahlt wurden.
Die ersten F-16-Kampfflugzeuge sollten eigentlich im Jahr 2023 ausgeliefert werden, aber die Produktion verzögerte sich aufgrund der Corona-Pandemie um zwei Jahre.
Der Vertrag muss zu Beginn der Legislaturperiode der neuen Nationalversammlung endgültig verabschiedet werden, doch dürfte er eine Mehrheit finden.
Im vorherigen Parlament waren nur die sozialistische Partei BSP und die pro-russische populistische Partei „Vazrazhdane“ gegen den Kauf der Flugzeuge.
Bulgarien wollte bereits 2019 ein ganzes Geschwader von 16 F-16-Kampfflugzeugen kaufen, um eine kampffähige Kampfflugzeugflotte aufzubauen.
Derzeit setzt das Land nur auf die sowjetischen MiG-29, von denen nicht mehr als 7-8 Flugzeuge gleichzeitig eingesetzt werden können. Die russischen Kampfflugzeuge können nur bis Mitte 2023 eingesetzt werden, danach hat das Land bis 2025 nichts mehr, womit es seinen Luftraum verteidigen könnte.
Der geschäftsführende Verteidigungsminister Dimitar Stojanow kündigte Anfang der Woche an, dass er mit Polen über den Erhalt der sowjetischen Triebwerke für die Flugzeuge verhandeln werde.
Selbst wenn die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, muss das Land bis 2025 Ersatzflugzeuge finden um seine NATO-Verpflichtungen erfüllen zu können. Bulgarien hat bereits Angebote für Ersatzflugzeuge von den USA, Frankreich, den Niederlanden, Schweden und Israel eingeholt.