Deutsche Feuerwehrleute helfen bei Waldbrand in Belgien
Am Montagabend brach in der belgischen Region Hohes Venn an der Grenze zu Deutschland ein Flächenbrand aus. 140 Feuerwehrleute aus Belgien und Deutschland waren im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Am Montagabend brach in der belgischen Region Hohes Venn an der Grenze zu Deutschland ein Flächenbrand aus. 140 Feuerwehrleute aus Belgien und Deutschland waren im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.
230 Fußballfeldern entspricht die Waldfläche, die von dem Brand betroffen war.
Anfang Mai war Belgien auf der Dürrekarte der EU nicht als besonders trocken eingestuft worden, sodass das Land als nicht als besonders brandgefährdet galt. Doch am Dienstag versuchten rund 140 belgische und deutsche Feuerwehrleute die ganze Nacht und den ganzen Tag über, die Flammen einzudämmen.
Trotz des trockenen und windigen Wetters, das die Aufgabe erschwerte, gelang es ihnen, die Flammen auf ein bestimmtes Gebiet zu begrenzen. Laut einer Pressemitteilung des wallonischen öffentlichen Dienstes beträgt der Schaden jedoch immer noch mehr als 170 Hektar.
Die Flammen seien durch menschliches Handeln verursacht worden, da es keine natürlichen Phänomene wie Gewitter oder Blitzschlag gegeben habe, die das Feuer in diesem schwer zugänglichen Gebiet hätten entstehen lassen.
Parallel dazu kündigte die Europäische Kommission am Dienstagnachmittag die Einführung einer Beurteilungsmethode für Waldbrände (Wildfire Peer Review Assessment Methodology) an.
Dabei handelt es sich um ein neues Instrument, das den Ländern helfen soll, ihre Kapazitäten zur Verhütung von und Vorbereitung auf Waldbrände zu bewerten und den Austausch bewährter Verfahren zwischen den europäischen Ländern im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens zu unterstützen.
Die Kommission fügte hinzu, derzeit werde auch ein Team zur Unterstützung der Koordinierungsstelle für Notfallmaßnahmen bei Waldbränden eingerichtet, das eine „zeitnahe Überwachung und Analyse der Situation bei Waldbränden von Mitte Juni bis Mitte September“ ermöglicht.
Janez Lenarčič, EU-Kommissar für Krisenmanagement, erklärte, dass „Waldbrände zu einem gesamteuropäischen Problem geworden sind“ und dass sich „das Risiko auf Gebiete ausgedehnt hat, die bisher nicht gefährdet waren, und zwar weit über den Mittelmeerraum hinaus.“ Daher seien auch auf EU-Ebene „entschlossene und rasche Maßnahmen“ erforderlich, erklärte er.
Die Kommission gab außerdem bekannt, dass sie die RescEU-Flotte zur Brandbekämpfung aus der Luft verdoppelt habe, die 24 Flugzeuge und vier Hubschrauber aus zehn europäischen Ländern umfasst.