EP-Abgeordnete fordern Anteil erneuerbarer Energieträger in der EU von 25 % bis 2020 [DE]

Der Industrieausschuss des Europäischen Parlaments fordert die Kommission auf, 25 % als verbindliche Zielvorgabe für den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch im Jahr 2020 festzulegen.

Der Industrieausschuss des Europäischen Parlaments fordert die Kommission auf, 25 % als verbindliche Zielvorgabe für den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch im Jahr 2020 festzulegen.

Der EP-Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie hat am 21. Juni einen Bericht von Claude Turmes (Grüne/EFA, Luxemburg) über erneuerbare Energien angenommen. 26 Abgeordnete stimmten für und fünf gegen den Bericht, 15 enthielten sich der Stimme. Obgleich die Abstimmung nicht bindend ist, signalisiert ihr Ausgang der Kommission, dass die Europaabgeordneten zusätzliche Maßnahmen zur Förderung erneuerbaren Energien unterstützen. 

Im April 2004 hat das Europäische Parlament bereits eine Resolution  angenommen, in der es fordert, dass ein Anteil von 20 % verbindlich festgeschrieben wird. Die Abgeordneten unternahmen diesen Schritt nur wenige Wochen vor einer internationalen Konferenz, auf der sich die Teilnehmer darauf einigten, dass eine Milliarde Menschen bis 2015 mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgt werden sollen (siehe auch EURACTIV, 8. Juni 2004).

In dem Bericht von Turmes fordern die Abgeordneten folgendes:

  • eine verbindliche Zielvorgabe für den Prozentanteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch (25 % bis 2020)
  • Steuerentlastungen, um erneuerbare Energieträger, und insbesondere Biomasse, zu fördern
  • gleicher Netzzugang für erneuerbare Energieträger
  • Beendigung bestehender Verzerrungen des Energiemarkts (Subventionen für Kohle und Kernkraft, Entflechtung der Eigentumsverhältnisse)