Erdogan: Unterzeichnung von Protokoll bedeutet nicht Anerkennung Zyperns [DE]
Die Türkei werde Zypern laut des türkischen Premiers Recep Tayyip Erdogan erst anerkennen, wenn es ein umfassendes Friedensabkommen für die geteilte Insel gebe.
Die Türkei werde Zypern laut des türkischen Premiers Recep Tayyip Erdogan erst anerkennen, wenn es ein umfassendes Friedensabkommen für die geteilte Insel gebe.
Am Vorabend der geplanten Unterzeichnung eines Protokolls, welches die Zollunion zwischen der Türkei und der EU auf die zehn neuen Mitgliedstaaten ausweitet, hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan die Position der Türkei noch einmal bestätigt. Die Anerkennung Zyperns durch sein Land sei von einem umfassenden Friedensabkommen abhängig.
Im Anschluss an sein Treffen mit dem britischen Premier Tony Blair in London wiederholte Erdogan gegenüber Journalisten, Ankara sei fest entschlossen, in Kürze in einer Erklärung klarzustellen, dass die Unterzeichnung eines Protokolls zum Abkommen von Ankara aus dem Jahr 1963 keiner Anerkennung der geteilten Insel Zypern gleichkomme.
Aus EU-Quellen verlautet, die Kommission werde nach dieser Erklärung auf die Position der Türkei reagieren. Mit der Unterzeichnung des Protokolls wird die Türkei die letzte Bedingung für die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen erfüllen.
Laut Blair wolle London „sehen, dass die Vereinigung stattfindet und eine der Dinge, die wir [während des britischen Ratsvorsitzes] untersuchen müssen ist, wie wir das angehen können, damit wir weiterkommen“.
Am 26. Juli hat der griechisch-zyprische Präsident Tassos Papadopoulos erklärt, die Unterzeichnung des Protokolls durch die Türkei und die gleichzeitige Weigerung, die griechisch-zyprische Regierung anzuerkennen sei „unvorstellbar“.