Erneuerbare Energien in USA wettbewerbsfähig [DE]

Die hohen Ölpreise haben bereits dazu geführt, dass erneuerbare Energien wie Windenergie den Wettbewerb mit den fossilen Brennstoffen aufnehmen können. Zwei führende Think Tanks betonen jedoch, dass die Politik mehr tun muss, um ihren Wachstum zu fördern.

Die hohen Ölpreise haben bereits dazu geführt, dass erneuerbare Energien wie Windenergie den Wettbewerb mit den fossilen Brennstoffen aufnehmen können. Zwei führende Think Tanks betonen jedoch, dass die Politik mehr tun muss, um ihren Wachstum zu fördern.

Erneuerbare Energien machen derzeit 6% des Energieverbrauchs in den USA aus, so eine Studie  des Worldwatch Institute und des Centre for American Progress, die am 18. September 2006 vorgestellt wurde.

Dieser Anteil könne jedoch deutlich erhöht werden, wenn „Energiepolitik in Weltklasse“ umgesetzt würde, so die Studie der beiden führenden Think-Tanks.

Viele der neuen Verfahren für die Erzeugung von erneuerbaren Energien seien bereits wettbewerbsfähig bzw. würden in absehbarer Zeit den Wettbewerb mit fossilen Brennstoffen aufnehmen können, so die Studie, die auf dynamische Wachstumsraten verweist, die zu ständiger Kostenreduzierung und Investitionszunahmen beitragen.

Die USA würden über einige der größten erneuerbaren Energieressourcen verfügen, die bis heute beinah unberührt seien, so die Studie. Zum Beispiel würde auf einem Viertel der Fläche der USA der Wind stark genug sein, um Strom zu generieren, der nicht teurer sei als Erdgas oder Kohle. Kalifornien liegt im Landesdurchschnitt an erster Stelle und bezieht 31% seines Stroms aus erneuerbaren Ressourcen (obgleich 12% hiervon aus Wasserkraft stammen). In Iowa wird genug Ethanol hergestellt, um die Hälfte des Benzinverbrauchs zu decken. 2005 führten die USA die Liste der Länder an, die ihre Kapazität im Bereich der Windenergie ausbauten, vor Deutschland und Spanien.

Dennoch, ehrgeizigere Politikinitiativen – und Unterstützung seitens der Regierung – seien notwendig, damit das Land sein Potential ausschöpfen könne, so die Autoren. Das derzeitige Energiesystem sei durch ein Jahrhundert staatlicher Subventionen und maßregelnder Vorschriften geprägt. Nun sei der Zeitpunkt gekommen, um diese Politik zu ändern.