Estland stellt keine Visa für russische Studenten mehr aus

Estland kündigte am Donnerstag an, keine Visa oder Aufenthaltsgenehmigungen mehr für russische Staatsangehörige auszustellen, die in dem baltischen Land studieren wollen, da die Invasion in der Ukraine die nationale Sicherheit gefährde.

Reuters
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Nach fünf Jahrzehnten sowjetischer Herrschaft erlangte Estland 1991 zusammen mit den baltischen Staaten Lettland und Litauen seine Unabhängigkeit. 2004 traten baltischen Staaten der EU bei. [Nigar Alizada / shutterstock]

Estland kündigte am Donnerstag an, keine Visa oder Aufenthaltsgenehmigungen mehr für russische Staatsangehörige auszustellen, die in dem baltischen Land studieren wollen, da die Invasion in der Ukraine die nationale Sicherheit gefährde.

Die Anordnung des Außenministeriums beendet auch die Praxis, Russ:innen oder Belarus:innen, die ein Visum von einem anderen EU-Staat erhalten haben, das Recht auf befristete Arbeit zu gewähren.

„Die Fortsetzung der Sanktionen gegen Russland ist unerlässlich, um den unerbittlichen Druck auf das Land zu gewährleisten“, sagte Außenminister Urmas Reinsalu in einer Erklärung.

„Wenn die Sanktionen dazu beitragen, die russische Aggression zu stoppen, wird sich dies auch positiv auf unsere eigene Sicherheit auswirken.“

Nach fünf Jahrzehnten sowjetischer Herrschaft erlangte Estland 1991 zusammen mit den baltischen Staaten Lettland und Litauen seine Unabhängigkeit und gehört derzeit zu den schärfsten Kritikern der russischen Invasion in der Ukraine.

Im vergangenen Monat wandte sich Estland innerhalb von weniger als 14 Tagen zweimal demonstrativ gegen Maßnahmen und Erklärungen aus Moskau.

So bezeichnet Russland sein Vorgehen in der Ukraine als „Sondereinsatz“ zur Entwaffnung der Ukraine und als Maßnahme gegen den Faschismus. Kiew und seine westlichen Unterstützer halten dies jedoch für einen falschen Vorwand, um einen unprovozierten Angriffskrieg zu führen.