EU-Beitritt der Türkei: Widerstand in Frankreich und Deutschland wächst [DE]

Führende deutsche und französische Politiker verleihen ihrem Widerstand gegen die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei derzeit Nachdruck. Die Kommission jedoch besteht darauf, dass die Gespräche wie geplant am 3. Oktober beginnen.

Führende deutsche und französische Politiker verleihen ihrem Widerstand gegen die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei derzeit Nachdruck. Die Kommission jedoch besteht darauf, dass die Gespräche wie geplant am 3. Oktober beginnen.

Doch einen Monat vor der geplanten Eröffnung der Beitrittsverhandlungen wird der Widerstand in Frankreich und Deutschland immer lauter. 

In Paris stellt der französische Präsident Jacques Chirac die Position der Türkei zu Zypern infrage, während die Kanzlerkandidatin der Opposition in Deutschland, Angela Merkel, sich nicht nur damit begnügt, der Meinung von Chirac beizupflichten. Die christdemokratischen Unionsparteien CDU/CSU sind nämlich der Auffassung, dass der Türkei statt der Vollmitgliedschaft eine „privilegierte Partnerschaft“ mit der EU angeboten werden solle. In einem Brief an die konservativen Staats- und Regierungschefs der EU bezeichnet Merkel die „fortdauernde Weigerung der Türkei, mit der Republik Zypern einen Mitgliedstaaten überhaupt völkerrechtlich anzuerkennen“ als ein Hindernis für einen EU-Beitritt des Landes. Sie ruft die Regierungschefs dazu auf, klarzustellen, dass der Verhandlungsrahmen auch die Möglichkeit einer „privilegierten Partnerschaft“ mit der Türkei beinhalte.