EU-Klimaziele: Frankreichs Emissionsrückgang von 8,5 Prozent nicht genug

Frankreich hat in den Jahren 2021 und 2022 einen Rückgang der CO2-emissionen verzeichnet, der zwar mit den nationalen Zielen, nicht aber mit den EU-Zielen übereinstimmt, so die vorläufigen Zahlen der französischen CO2-Agentur Citepa.

EURACTIV France
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"Die Ergebnisse sind da. Unsere Emissionen sind im letzten Quartal 2022 um 8,5 Prozent gesunken", sagte die Ministerin für Energiewende Agnès Pannier-Runacher am Montag (3. April). [Dmitry Danilenko / Shutterstock]

Frankreich hat in den Jahren 2021 und 2022 einen Rückgang der CO2-Emissionen verzeichnet. Damit wurden zwar die eigenen Ziele erreicht, die EU-Ziele aber gerissen, so die vorläufigen Zahlen der französischen CO2-Agentur Citepa.

„Die Ergebnisse sind da. Unsere Emissionen sind im letzten Quartal 2022 insgesamt um 8,5 Prozent gesunken“, sagte die Ministerin für Energiewende Agnès Pannier-Runacher am Montag (3. April).

Laut Citepa, das für die Berichterstattung über die französischen CO2-Emissionen zuständig ist, sind die CO2-Emissionen Frankreichs in den letzten drei Monaten des Jahres stark zurückgegangen.

Ohne Berücksichtigung des in importierten Produkten enthaltenen CO2, das etwa die Hälfte der Gesamtemissionen Frankreichs ausmacht, sind die inländischen Treibhausgasemissionen des Landes in diesem Jahr im Vergleich zu 2021 um etwa 2,5 Prozent gesunken.

Im Jahr 2021 stiegen die Emissionen um 6,4 Prozent im Vergleich zu 2020, als die Coronavirus-Pandemie die Wirtschaft zum Stillstand brachte und zu einem Rückgang von 9,4 Prozent führte.

Jetzt im Einklang mit der nationalen Strategie

Frankreich steht nun im Einklang mit den Zielen, die in seiner nationalen Strategie zur CO2-Reduzierung festgelegt wurden. Diese wurden für 2020 gelockert im Vergleich zu dem, was die Regierung ursprünglich im Jahr 2015 beschlossen hatte.

Vor der Überarbeitung war das Ziel festgelegt worden, dass die Emissionen bis 2023 399 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr nicht überschreiten sollten – bevor sie weiter sinken. Nach der Überprüfung wurde das Maximum auf 422 Millionen angehoben.

Das bedeutet, dass die 408 Millionen Tonnen CO2-Emissionen, die Citepa für das Jahr 2022 ermittelt hat, nur deshalb das in der nationalen Strategie festgelegte Ziel erreichen, weil die überarbeiteten Ziele der Industrie mehr Spielraum für Luftverschmutzung geben.

Auf jeden Fall scheint der Vorstoß der Regierung zur Senkung des Energieverbrauchs Früchte getragen zu haben, auch wenn die Verbesserung teilweise durch einen Anstieg der Strompreise erzwungen wurde.

Laut Les Echos sind die Emissionen im vergangenen Jahr bei den Haushalten um 15 Prozent, in der Industrie um 8 Prozent, im Verkehr um 2 Prozent und im Energiesektor um 8 Prozent gesunken.

Insgesamt haben die Franzosen 25 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen als 1990.

Doch auch wenn dies wie ein Erfolg aussieht, liegen die Werte unter den vorgegebenen EU-Zielen, die Emissionen bis 2030 um 55 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken, so der französische Hohe Klimarat.

Laut den Klimaberatern des Landes ist „eine beispiellose Beschleunigung der Emissionsreduzierung in allen Sektoren“ erforderlich, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen.

Lesen Sie den französischen Orginalartikel hier.

[Edited by Frédéric Simon]/Zoran Radosavljevic