EU setzt Beitrittsgespräche mit Türkei teilweise aus [DE]

Die EU-Außenminister haben sich darauf geeinigt, die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei teilweise auszusetzen und so einen offenen Konflikt auf dem EU-Gipfel am 14. und 15. Dezember 2006 zu verhindern. 

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Die EU-Außenminister haben sich darauf geeinigt, die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei teilweise auszusetzen und so einen offenen Konflikt auf dem EU-Gipfel am 14. und 15. Dezember 2006 zu verhindern. 

Nach langen Diskussionen konnten sich die Mitgliedstaaten schließlich darauf einigen, der Empfehlung der Kommission zu folgen, die Gespräche für acht der 35 Kapitel auszusetzen. Der Vorschlag, der Türkei eine Frist für die Öffnung des Handels mit Zypern zu setzen, wurde jedoch verworfen.

Der finnische Außenminister und derzeitige EU-Ratspräsident Erkki Tuomioja sagte, die Entscheidung stelle eine Ermutigung für die Türkei dar und betonte, dass niemand die Möglichkeit der Türkei in Frage gestellt habe, der EU beizutreten, wenn alle Kriterien erfüllt seien.

Somit wird die Türkei nicht mehr auf der Tagesordnung des EU-Gipfels stehen, der sich nun auf die allgemeine Erweiterungsstrategie und den Entscheidungsfindungsprozess im Bereich Justiz und Inneres konzentrieren wird.