EU-Südamerika: Merkel will Handelsabkommen forcieren

Deutschland drängt auf Fortschritte in den Verhandlungen zwischen EU und südamerikanischen Ländern über ein Freihandelsabkommen.

Euractiv.de
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff (re.). Foto: dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff (re.). Foto: dpa

Deutschland drängt auf Fortschritte in den Verhandlungen zwischen EU und südamerikanischen Ländern über ein Freihandelsabkommen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Sonntag in Brasilien nach einem Treffen mit Präsidentin Dilma Rousseff, sie werde sich nach Kräften dafür einsetzen, die Hindernisse zu überwinden.

Deutschland habe ein großes Interesse daran, dass es zu einer Vereinbarung der EU mit dem Marktbündnis Mercosur kommt, dem neben Brasilien auch Argentinien, Uruguay, Paraguay und Venezulea angehören.

Die Gespräche über ein Freihandelsabkommen wurden 1999 begonnen und 2010 nach sechsjähriger Pause wiederaufgenommen. Zu den Streitpunkten gehören etwa die Agrarhilfen in Europa.

Merkel und Rousseff sprachen in der Hauptstadt Brasilia ferner über eine Ausweitung der Kooperationen in der Forschung und im Energiesektor. Außerdem diskutierten sie Vorhaben zur Ankurbelung von wechselseitigen Investitionen.

Merkel will die deutsche Fußballnationalmannschaft bei deren erstem WM-Spiel in Brasilien unterstützen. Das Team von Trainer Joachim Löw trifft an diesem Montag auf die Auswahl Portugals.