EU vereinbart Lieferung von neuem spanischen Corona-Impfstoff

Die Europäische Kommission teilte am Dienstag (2. August) mit, dass sie mit dem spanischen Pharmaunternehmen HIPRA einen gemeinsamen Beschaffungsvertrag über die Lieferung des proteinbasierten Corona-Impfstoffs unterzeichnet hat. Dieser soll nach der Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) bereitgestellt werden.

EURACTIV with Reuters
Spain’s Prime Minister visits Hipra pharmaceutical company
Der bivalente rekombinante Proteinimpfstoff HIPRA wird als Auffrischungsimpfung für bereits geimpfte Personen ab 16 Jahren entwickelt. Er verwendet ein rekombinantes Protein, wie das des US-amerikanischen Herstellers Novavax.

Die Europäische Kommission teilte am Dienstag (2. August) mit, dass sie mit dem spanischen Pharmaunternehmen HIPRA einen gemeinsamen Beschaffungsvertrag über die Lieferung des proteinbasierten Corona-Impfstoffs unterzeichnet hat. Dieser soll nach der Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) bereitgestellt werden.

Die EU-Exekutive teilte in einer Erklärung mit, dass 14 Länder an der Vereinbarung beteiligt sind und insgesamt bis zu 250 Millionen Dosen des Impfstoffs abnehmen können.

HIPRA hofft, dass sein Impfstoff, der von der EMA fortlaufend geprüft wird, bis zum Herbst zugelassen und zur Verabreichung bereit sein wird, so das spanische Pharmaunternehmen in einer Erklärung. Es bezeichnete die Ankündigung der Kommission als „Zeichen des Vertrauens“ in seinen Impfstoff.

Die EU-Gesundheitskommissarin, Stella Kyriakides, wies in der EU-Erklärung darauf hin, dass angesichts des Anstiegs der Corona-Infektionen in Europa „wir in den Herbst- und Wintermonaten ein Höchstmaß an Bereitschaft sicherstellen müssen.“

„Der HIPRA-Impfstoff ist eine weitere Option zur Ergänzung unseres breiten Impfstoffportfolios für unsere Mitgliedstaaten und Bürger:innen“, sagte sie und fügte hinzu, dass eine verstärkte Impfung und Auffrischung in den kommenden Monaten unerlässlich sei.

Der bivalente rekombinante Proteinimpfstoff HIPRA wird als Auffrischungsimpfung für bereits geimpfte Personen ab 16 Jahren entwickelt. Er verwendet ein rekombinantes Protein, wie das des US-amerikanischen Herstellers Novavax.

Ein hochrangiges Mitglied der Geschäftsleitung von HIPRA sagte im Dezember gegenüber Reuters, man sei zuversichtlich, dass es in der EU eine Nachfrage nach dem experimentellen Corona-Impfstoff geben werde. Der Impfstoff soll vor neuen Corona-Varianten schützen, bei niedrigen Temperaturen leicht zu transportieren sein und in großen Mengen hergestellt werden können.

HIPRA, das sich seit rund 50 Jahren auf Tierimpfstoffe spezialisiert hat und in mehr als 100 Ländern tätig ist, hatte bereits einen Kaufvertrag über 50 Millionen Dosen mit Vietnam abgeschlossen, wo das Unternehmen Tests durchgeführt hat.