EU will Geschichte der Flüchtlinge hören [DE]

Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) hat Asylbewerber und Flüchtlinge eingeladen, darüber zu berichten, warum sie in der EU Zuflucht gesucht haben.  

Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) hat Asylbewerber und Flüchtlinge eingeladen, darüber zu berichten, warum sie in der EU Zuflucht gesucht haben.  

Am 8. November 2006 wurde in den Räumlichkeiten des EWSA in Brüssel eine Ausstellung der bekannten Brüsseler Künstlerin Joslin Towler eröffnet. EURACTIV hat mit der Künstlerin exklusiv gesprochen. Bei der Eröffnung waren auch fünf Flüchtlinge zugegen, die von ihren Erfahrungen erzählt haben – Hadish Haile aus Eritrea (lebt auf Malta), Prisca Ayuk aus Kamerun (lebt in Österreich), Awad Gabir aus dem Sudan (lebt in Polen), Zsuzsanna Perak aus dem früheren Jugoslawien (lebt in Ungarn) und Tomas aus der Elfenbeinküste (lebt in Belgien). Die Europaabgeordnete Baronin Sarah Ludford und der berühmte belgische Comedian und frühere Flüchtling Pie Tshibanda waren auch bei der Eröffnung anwesend. 
Die ehrlichen und eindrucksvollen Geschichten der Flüchtlinge sind auf den Internetseiten des EWSA veröffentlicht. Die Ausstellung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Asylpolitik in Europa ins Blickfeld rückt: Im kommenden Jahr wird die Kommission eine breit angelegte öffentliche Anhörung darüber einleiten, wie bis 2010 das Ziel einer einheitlichen europäischen Asylpolitik erreicht werden kann. Der Kommissionsbericht über das Dublin-System wird auch erwartet.
Towler, die ungefähr 80 Niederschriften von Flüchtlingen gelesen hat, war von dem Erlebnis sehr beeindruckt. Sie hoffe, dass diejenigen, die unbewusst rassistische Gedanken hätten, beeinflusst würden. Diese hätten bestimmte Vorstellungen darüber, was ein Flüchtling sei, obgleich sie nie einem begegnet wären und ihre Geschichten nicht gehört hätten. Sie hoffe, es würde einige Fragen aufwerfen und die Menschen zum Nachdenken bewegen.
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