EU will keine weiteren Maßnahmen gegen Vogelgrippe ergreifen [DE]
Die Überwachung soll zwar verstärkt werden, aber die EU wird dem Beispiel der Niederlande, welche die Freilandhaltung sämtlicher Geflügelbestände verboten haben, nicht folgen.
Die Überwachung soll zwar verstärkt werden, aber die EU wird dem Beispiel der Niederlande, welche die Freilandhaltung sämtlicher Geflügelbestände verboten haben, nicht folgen.
Unter Verweis darauf, dass es keine Belege dafür gebe, dass die Vogelgrippe tatsächlich von Zugvögeln aus Asien verbreitet werden könne, haben Veterinärexperten der Arbeitsgruppe des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit beschlossen, keine weiteren Schutzmaßnahmen seitens der EU zu empfehlen.
Markos Kyprianou, EU-Gesundheitskommissar, hat am 25. August erklärt, die EU „will alles tun, um die Ausbreitung der verheerenden Epidemie in die EU zu verhindern“, aber ein allgemeines Verbot der Freilandhaltung, das die Niederlande am 22. August eingeführt haben, werde derzeit als unverhältnismäßig betrachtet.
Die Programme zur Überwachung von Geflügel in Tierhaltungen und in der Natur, die bereits 2003 begannen, sollten jedoch dringend ausgewertet werden. Unter anderem sollten von Zugvögeln, die Strecken fliegen, über die der Virus eingeschleppt werden könnte, Proben entnommen werden. Den Mitgliedstaaten wird empfohlen, ihre diesbezügliche Zusammenarbeit zu vertiefen. Die Kommission soll Koordinierungsaufgaben übernehmen.