Europa Kompakt: Verfassungsbeschwerde statt EU-Entscheidungsprozess
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Wegen mangelnden Ambitionsniveaus im Kampf um bessere Luftqualität hat eine Gruppe von Bürger:innen Verfassungsbeschwerde gegen die Bundesregierung eingelegt.
Neben der Dringlichkeit des Themas selbst ist die Klage aus zwei Gründen bemerkenswert.
Zum einen zeigt sie, welche Signalwirkung die erfolgreiche Klimaklage von Fridays for Future gegen die Bundesregierung im vergangenen Jahr entfaltet hat.
Ähnlich wie damals berufen sich auch diesmal die Kläger:innen darauf, dass die bestehende Gesetzgebung nicht ausreiche, um bestimmte verfassungsrechtlich verbriefte Grundrechte – in diesem Fall die Gesundheit der Bürger:innen – sicherzustellen.
Zum anderen ist der Rechtsweg auf deutscher Ebene aus Sicht der Kläger:innen offenbar eine Art Abkürzung, um einen langwierigen EU-Entscheidungsprozess zu umgehen.
Auf EU-Ebene laufen nämlich ohnehin gerade Vorbereitungen für eine Überarbeitung des Rechtsrahmens zur Luftverschmutzung, bei der die vorgegebenen Grenzwerte angezogen werden sollen.
Doch die Angelegenheit sei zu dringend, um die “epischen Verzögerungen” abzuwarten, die die Kompromissfindung auf EU-Ebene mit sich bringe, erklärte eine Anwältin der Organisation ClientEarth, die die Kläger:innen unterstützt.
Wenn die EU in Zukunft ihre Rolle bei der Bewältigung drängender Umwelt- und Klimafragen behaupten und nicht von der Realität überholt werden will, wird sie einen Weg finden müssen, komplexe Entscheidungsprozesse effektiv zu gestalten.
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Deutschland besorgt über Wahlergebnisse in Italien. Der Wahlsieg der rechtsextremen Giorgia Meloni in Italien hat in Deutschland heftige Reaktionen ausgelöst. Mit Ausnahme der rechtsextremen AfD, die dem gesamten rechten Wahlbündnis gratulierte, bezeichneten Spitzenpolitiker:innen mehrerer Parteien das Ergebnis als besorgniserregend.
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