Europäische Universitäten übertreffen China und USA im Shanghai-Ranking 2024

Acht Universitäten innerhalb der EU haben es in die Top 50 des Shanghai 2024 Universitätsranking geschafft. Unter den 500 besten Universitäten ist die EU zudem stärker vertreten als die USA und China. 

/ Euractiv.com
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Mit 135 Universitäten unter den Top 500 liegt die EU vor den USA (114) und China (91). Dasselbe gilt für die 1.000 besten Universitäten, wobei China 203 und die Vereinigten Staaten 183 aufweisen. [Leonid Andronov - Shutterstock]

Acht Universitäten innerhalb der EU haben es in die Top 50 des Shanghai 2024 Universitätsranking geschafft. Unter den 500 besten Universitäten ist die EU zudem stärker vertreten als die USA und China. 

Das Shanghai-Ranking ist unter dem Namen Academic Ranking of World Universities (ARWU) bekannt und wurde erstmals 2003 veröffentlicht. Es handelt sich um eine jährliche Publikation, die eine Rangliste der weltweiten Universitäten auf der Grundlage ihrer akademischen und Forschungsleistungen erstellt.

„Paris-Saclay ist magisch! Noch nie zuvor hat eine französische Universität einen so guten Platz im prestigeträchtigen Shanghai-Ranking belegt: Platz 12 in der Welt“, schrieb der französische Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag (15. August), am Tag der Veröffentlichung des Rankings.

Die Universität Paris-Saclay hat sich in nur einem Jahr um drei Plätze verbessert und ist somit die bestplatzierte Universität der Europäischen Union 2024.

Unterdessen sind acht der zehn besten Universitäten aus Amerika (Plätze ein bis drei sind allesamt US-Universitäten), während die verbleibenden zwei (Cambridge und Oxford – auf den Plätzen vier und sechs) britische Universitäten sind.

Nur acht EU-Universitäten unter den Top 50

Neben Paris Saclay liegt die Universität Paris Sciences et Lettres in diesem Jahr auf Platz 33 (acht Plätze besser als 2023). Währenddessen rangiert die Universität Sorbonne auf Platz 41 (fünf Plätze besser) – damit sind drei französische Universitäten in den Top 50 vertreten.

Insgesamt haben es acht EU-Universitäten in das Top 50 des Rankings geschafft.

Neben den drei französischen akademischen Einrichtungen sind auch drei deutsche Hochschulen vertreten. Sie schneiden jedoch allesamt schlechter ab als die französischen und rangieren auf den Plätzen 43, 47 und 50. Die beiden anderen europäischen Universitäten in den Top 50 sind die Universität Kopenhagen (Platz 32) und das schwedische Karolinska-Institut (Platz 43).

In der Gesamtwertung liegt die Union vor den Vereinigten Staaten und China.

Mit 135 Universitäten unter den Top 500 liegt die EU vor den USA (114) und China (91). Dasselbe gilt für die 1.000 besten Universitäten, wobei China 203 und die Vereinigten Staaten 183 aufweisen.

Allerdings sind nicht alle EU-Länder in der Rangliste gut vertreten.

Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien – die alle zu den größeren Ländern der Union gehören – haben jeweils mehr als 40 Universitäten in der Rangliste vertreten. Zehn EU-Staaten haben hingegen nur eine, wie Zypern oder Luxemburg, oder keine, wie Rumänien oder Malta.

Ein prestigeträchtiges, aber kritisiertes Ranking

Während der Ruf der Shanghai-Rangliste gut etabliert ist und von einigen respektiert wird, bieten andere Ranglisten wertvolle Einblicke, wie die Times Higher Education, die QS World University Rankings oder die CWTS Leiden-Rangliste. Jede hat ihre eigene Methodik, was die unterschiedlichen Ergebnisse erklärt.

Die Methodik des Shanghai-Rankings wurde beispielsweise kritisiert, weil sie sich ausschließlich auf quantitative Kriterien stützt. Unter anderem werden Naturwissenschaften auf Kosten der Sozial- und Geisteswissenschaften überbetont. Philosophie und Linguistik werden nicht berücksichtigt.

Seit 2014 unterstützt die Europäische Kommission das U-Multirank-Ranking in Partnerschaft mit mehreren europäischen Universitäten.

Die Idee ist, „vereinfachende Rankings zu vermeiden, die zu irreführenden Vergleichen führen können.“

Dennoch hat es nicht den gleichen Erfolg wie seine amerikanischen und chinesischen Konkurrenten erzielt.

[Bearbeitet von Daniel Eck]