Ex-Konservativer gründet "Huxit-Partei" um EU-Austritt Ungarns voranzutreiben

Der rechtsextreme Politiker János Volner hat die Umbenennung seiner Partei in die "Huxit-Partei" angekündigt, um die Interessen jener zu vertreten, die einen Austritt Ungarns aus der Europäischen Union fordern.

EURACTIV.com mit Telex
Hungarian opposition party Jobbik
Laut der jüngsten Eurobarometer-Umfrage lehnen 88 Prozent der ungarischen Bevölkerung die EU-Mitgliedschaft nicht ab, während 48 Prozent sie für positiv halten, berichtete Telex. [EPA-EFE/NOEMI BRUZAK]

Der rechtsextreme Politiker János Volner hat die Umbenennung seiner Partei in die „Huxit-Partei“ angekündigt, um die Interessen jener zu vertreten, die einen Austritt Ungarns aus der Europäischen Union fordern, berichtete Telex am Sonntag.

Volner verließ im Oktober 2018 die ehemals rechtsextreme, jetzt gemäßigt konservative Jobbik und schloss sich der rechtsextremen Bewegung „Unsere Heimat“ an. Im September 2020 kündigte er die Gründung der „Volner-Partei“ an.

„Die erste eineinhalbjährige Lebensphase der Volner-Partei ist heute zu Ende gegangen“, schrieb Volner auf Facebook.

„In Zukunft werden wir – als Zeichen für unser nächstes großes Ziel – unter dem Namen Huxit-Partei weiterarbeiten. Unser wichtigstes Ziel ist es, den Austritt Ungarns aus der Europäischen Union zu erreichen“, schrieb er.

Die Partei wurde weitgehend als Ein-Mann-Projekt geführt. Im Januar dieses Jahres kündigte der ehemalige unabhängige Abgeordnete im Parlament an, dass er bei den Wahlen 2022 nach Berücksichtigung der Meinungsumfragen nicht mehr antreten werde.

Volner schrieb nun auf Facebook, dass „Huxit bereits Millionen von Anhängern hat, aber bis jetzt gab es keine bekannte politische Kraft, die diese Idee mit ganzem Herzen aufgenommen hätte“.

Laut der jüngsten Eurobarometer-Umfrage lehnen 88 Prozent der ungarischen Bevölkerung die EU-Mitgliedschaft nicht ab, während 48 Prozent sie für positiv halten, berichtete Telex.

Nach Ansicht von Volner treten die westlichen EU-Staaten „in eine selbstzerstörerische Ära ein, in der sie sich den Idealen des extremen Liberalismus unterwerfen“.

Die ursprüngliche Wirtschaftsunion verwandle sich zunehmend in eine ideologiegetriebene Union, deren soziale Folgen dem Willen des ungarischen Volkes widersprächen.

Als EU-Mitglied, so Volner, müssen wir die Ukraine aus ihren Trümmern mit Ungarns eigenem Geld wiederaufbauen.

Laut Volner „erfordert der Konflikt zwischen Ost und West ein neues europäisches Vermittler-Land, was eine große Chance für das Post-Huxit-Ungarn darstellt.“