Finnische Unternehmen fürchten den "Inflation Reduction Act"

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US President Biden delivers remarks on fiscal policies and inflation
Auch finnische Unternehmen stellen deshalb jetzt ihre langfristigen Pläne in Frage, wie die Umfrage unter Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro ergab. [EPA-EFE/CAROLINE BREHMAN]

Finnische Großunternehmen befürchten, dass der Inflation Reduction Act der USA erhebliche Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit und die übrige EU haben könnte, wie eine aktuelle Umfrage des finnischen Industrieverbands zeigt.

Das amerikanische Paket, das darauf abzielt, inländische Projekte im Bereich der grünen Energie mit Subventionen und Steuererleichterungen zu fördern, hat die EU in Alarmbereitschaft versetzt. Zuletzt hat die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, kürzlich mit ihrem Vorschlag für einen „Green Deal Industrial Plan“ gekontert.

Auch finnische Unternehmen stellen deshalb jetzt ihre langfristigen Pläne infrage, wie die Umfrage unter Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro ergab.

Von den befragten Unternehmen erwarten 65 Prozent, dass sich das amerikanische Konjunkturpaket auf ihre Geschäftstätigkeit auswirken wird, während fast die Hälfte glaubt, dass der Export in die USA noch schwieriger werden wird, heißt es in der Umfrage weiter.

94 Prozent der befragten Unternehmen machen sich Sorgen über die Auswirkungen des IRA auf die Wettbewerbsfähigkeit der EU auf der Weltbühne, 54 Prozent davon halten diese Sorgen für erheblich, heißt es in der Umfrage weiter.

Darüber hinaus gaben fast 20 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie aufgrund des IRA sogar planen, ihre Investitionen in die USA zu verlagern, was den Vorstoß der USA kennzeichnet, grüne Investitionen durch Steuervergünstigungen und Subventionen attraktiver zu machen.

Ein Wettlauf um staatliche Subventionen und zunehmender Protektionismus wären „Gift“ für einen kleinen und offenen Markt wie Finnland, sagte der Geschäftsführer des finnischen Industrieverbands, Jyri Häkämies, zu den Ergebnissen der Umfrage.

Finnland müsse marktorientierte Klimamaßnahmen verteidigen, die auf „echter“ Wettbewerbsfähigkeit basieren, sagte er und fügte hinzu, dass die internationalen Handelsregeln auch für den grünen Übergang gelten sollten.

In der Tat gibt es noch ungenutzte Ressourcen im EU-Konjunkturfonds, die für den grünen Übergang genutzt werden könnten, fügte er hinzu.