Finnland erlebt Rückkehr russischer Touristen
Die Aufhebung der Reisebeschränkungen an der finnisch-russischen Grenze hat zu einem Anstieg des Reiseverkehrs zwischen den beiden Ländern geführt, doch liegen die Zahlen weit unter dem Niveau vor der Pandemie.
Die Aufhebung der Reisebeschränkungen an der finnisch-russischen Grenze hat zu einem Anstieg des Reiseverkehrs zwischen den beiden Ländern geführt, bisher liegen die Zahlen jedoch weit unter dem Niveau vor der Pandemie.
Finnland hob Anfang Juli die Reisebeschränkungen auf, und Russland folgte am 15. Juli dieser Maßnahme. Nach einem langsamen Start sind die Touristenzahlen inzwischen wieder gestiegen.
Nach den am Montag (18. Juli) vom finnischen Grenzschutz veröffentlichten Statistiken wurden am Wochenende rund 13.700 Grenzübertritte an drei Grenzübergängen gezählt. Vor der Corona-Pandemie lag die Zahl der Übergänge bei etwa 20.000 pro Tag.
In einem Interview mit dem finnischen Sender YLE sagte der Leiter des Grenzschutzbezirks Südostfinnland, Kimmo Gromoff, dass etwa 80 Prozent der Grenzgänger Russen sind, die nach Finnland kommen.
Die Hauptgründe für die Einreise sind der Tourismus sowie das Einkaufen in grenznahen Geschäften, während einige Russen auch Sommerresidenzen in Finnland besitzen. Einige Finnen reisen auch in die entgegengesetzte Richtung, um billigeres Benzin zu kaufen.
Für viele Russen ist Finnland ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Westeuropa und zu Urlaubszielen.
In dem Bericht der Zeitung Helsingin Sanomat war die Stimmung unter den russischen Reisenden am Flughafen in Helsinki sehr gespalten. Die meisten waren bereit, die aktuelle Situation nur anonym zu kommentieren.
Es wird erwartet, dass die Zahl der russischen Besuche in Finnland und der Reisen durch das Land zunehmen wird. Die finnischen Behörden haben berichtet, dass die Zahl der Visumanträge in Russland für Finnland täglich zunimmt.