Finnland erwägt Abschaltung der Straßenbeleuchtung

Um Energie zu sparen, planen Landkreise und Städte, die Straßenbeleuchtung in den Wintermonaten abzuschalten. Große Supermarktketten überlegen, wie sie ihre Stromrechnung senken können.

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Von den 78.000 Straßenkilometern des Landes sind etwa 12.000 Kilometer mit Straßenbeleuchtung ausgestattet. [[EPA-EFE/MARTIN DIVISEK]]

Um Energie zu sparen, planen Landkreise und Städte, die Straßenbeleuchtung in den Wintermonaten abzuschalten. Große Supermarktketten überlegen, wie sie ihre Stromrechnung senken können.

Das Abschalten der Straßenbeleuchtung ist eine schwierige Entscheidung und ein Abwägen zwischen Energiekosten und Verkehrssicherheit. Im Winter ist es während der Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Nachmittag dunkel. Laut Virpi Anttila, der Leiterin der Abteilung Infrastrukturmanagement bei der finnischen Verkehrsinfrastrukturbehörde, sind diese Zeiten allerdings auch Spitzenzeiten für den Stromverbrauch.

Ähnliche Maßnahmen wurden in den frühen 1970er Jahren während der letzten Energiekrise ergriffen.

Laut Anttila könnte eine Lösung darin bestehen, jede zweite Straßenlaterne abzuschalten. Von den 78.000 Straßenkilometern des Landes sind etwa 12.000 Kilometer mit Straßenbeleuchtung ausgestattet. Eine andere Möglichkeit wäre der Einsatz von Sensortechnik, um das Verkehrsaufkommen zu überwachen und dann die Beleuchtung entsprechend anzupassen, sagte sie in einem Interview mit YLE am Dienstag.

Auch große Supermarktketten versuchen, Wege zu finden, um Energie zu sparen. In ihrer Erklärung sagte die K-Gruppe, dass es möglich sei, den Verbrauch sogar um bis zu 20 Prozent zu senken. Lidl und die S-Gruppe haben ähnliche Vorbereitungen angekündigt, wobei noch nichts bestätigt wurde. In der Praxis würden diese Maßnahmen bedeuten, dass Schilder und ein Teil der Beleuchtung gedimmt werden, da die Lebensmittelsicherheit dennoch gewährleistet werden muss.

Solche Maßnahmen könnten notwendig werden. In der vergangenen Woche stand Finnland aufgrund von Wartungsarbeiten und Problemen in den Kernkraftwerken kurz vor einem ernsthaften Stromausfall. Hinzu kam, dass wegen der Windstille nicht genügend Windkraft zur Verfügung stand.