Finnland weitet Sperrzone aus, da sich die Afrikanische Schweinepest ausbreitet

Die für den Menschen harmlose Afrikanische Schweinepest ist eine virale hämorrhagische Erkrankung mit einer Sterblichkeitsrate von nahezu 100 Prozent bei Hausschweinen und Wildschweinen.

AFP
Flag of Finland seen by the meat at a butcher in Turku
Fleischladen in Finnland. [Foto: Mateusz Slodkowski/SOPA Images/LightRocket via Getty Images]

Die finnische Lebensmittelbehörde teilte am Mittwoch mit, dass sie das Gebiet, in dem Jagd und Forstwirtschaft eingeschränkt sind, ausweiten werde, nachdem weitere mit der Afrikanischen Schweinepest infizierte Wildschweine gefunden worden waren; die Seuche war Ende letzten Monats erstmals im Land aufgetreten.

Elf neue Fälle infizierter toter Wildschweine wurden identifiziert, womit sich die Gesamtzahl seit dem 30. Juli laut der finnischen Lebensmittelbehörde auf 14 erhöht hat.

Die für den Menschen harmlose Afrikanische Schweinepest ist eine virale hämorrhagische Erkrankung mit einer Sterblichkeitsrate von nahezu 100 Prozent bei Hausschweinen und Wildschweinen.

Die Wildschweine wurden in Virolahti im Südosten Finnlands nahe der Grenze zu Russland gefunden. Nach der Feststellung der neuen Fälle werde das Sperrgebiet innerhalb der Infektionszone erweitert, teilte die Behörde in einer Erklärung mit.

Das Gebiet meiden

Die Behörde wies darauf hin, dass einige der neuen Fälle außerhalb des ursprünglichen Kerngebiets entdeckt worden seien, und forderte „Beeren- und Pilzsammler sowie andere Personen auf, das Gebiet zu meiden, noch bevor dessen genaue Grenzen festgelegt und eine Karte veröffentlicht worden sind“.

Laut Sirpa Kiviruusu, Leiterin der Abteilung für Tiergesundheit und Arzneimittel der Lebensmittelbehörde, sei es „sehr wahrscheinlich“, dass die Wildschweine aus Russland stammten, dies sei jedoch nicht bestätigt. „Der Stamm ist derselbe wie der, der in den baltischen Staaten und beispielsweise in Mitteleuropa gefunden wurde“, erklärte sie gegenüber AFP.

„Derzeit liegen uns jedoch keine Informationen darüber vor, wie die Lage jenseits der Ostgrenze aussieht“, fügte sie hinzu, da die Kommunikation mit den russischen Behörden nach dem Einmarsch Moskaus in die Ukraine im Jahr 2022 unterbrochen wurde.

Insgesamt wurden bisher etwa 400 freiwillige Jäger für die Suche nach toten und infizierten Wildschweinen geschult, und es wurden Proben für Tests entnommen.

(cm)