Fluglinien sollen für Ausbau von Flughäfen aufkommen [DE]
Fluggesellschaften sind über Pläne des Europäischen Parlaments verärgert, die es Flughäfen ermöglichen würden, Gebühren zu erhöhen, um zukünftige Infrastrukturentwicklungen vorzufinanzieren.
Fluggesellschaften sind über Pläne des Europäischen Parlaments verärgert, die es Flughäfen ermöglichen würden, Gebühren zu erhöhen, um zukünftige Infrastrukturentwicklungen vorzufinanzieren.
In Anbetracht des ‚Würgegriffs’, mit dem sich europäische Flughäfen – bedingt durch die wachsende Nachfrage nach Luftverkehr – konfrontiert sehen, haben die Europaabgeordneten in einer Abstimmung am 15. Januar 2008 die Aufnahme einer neuen Klausel unterstützt. Diese räumt Flughäfen das Recht ein, zukünftige Infrastrukturentwicklungen durch erhöhte Gebühren für bereits vorhandene Benutzer vorzufinanzieren.
Dieser Schritt hat die Fluggesellschaften verärgert, die ihrer Meinung nach bereits zu viel für Flughafeneinrichtungen und -dienstleistungen zahlten, die nicht immer von einwandfreier Qualität seien.
Die große Mehrheit der Europaabgeordneten hat sich darauf geeinigt, dass nur 67 Flughäfen unter die neuen EU-Regeln für Flughafengebühren fallen sollten, die ein jährliches Verkehrsaufkommen von mehr als fünf Millionen Passagieren aufweisen oder auf die mehr als 15% der Passagierbewegungen des Landes, in dem sich der Flughafen befindet, entfallen.
Die Kommission hatte ursprünglich vorgeschlagen, dass alle Flughäfen, die mehr als eine Million Passagiere pro Jahr abfertigten, unter die Richtlinie fallen sollten. Dies hätte für rund 150 Flughäfen gegolten.
Die Europaabgeordneten betonten jedoch, dass kleinere Flughäfen nicht die Möglichkeit hätten, Fluglinien übermäßige Gebühren aufzuerlegen. Im Gegenteil senkten sie öfter ihre Gebühren, um die Billigfluglinien, die eine große Anzahl an Passagieren anzögen, für sich zu gewinnen. Kleinere Flughäfen in die Richtlinie einzuschließen würde einen ‚unnötigen Würgegriff für regionale Flughäfen’ bedeuten, was sich negativ auf die regionale Entwicklung auswirken könnte und die Flugtarife für die reisende Öffentlichkeit in die Höhe treiben würde, so die Europaabgeordneten weiter.