Frankreich: Behörde empfiehlt Corona-Impfung für besonders gefährdete Kinder

Für Kinder im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren, die als besonders anfällig für COVID-19 gelten, werde eine Impfung empfohlen, da sich das Virus aktiv ausbreite, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Empfehlung der nationalen Gesundheitsbehörde Frankreichs.

EURACTIV.fr
Covid-19 vaccination drive in Bordeaux
Die Empfehlung stützt sich auf Studien der staatlichen Gesundheitsbehörde Santé Publique France, wonach 70 Prozent der Krankenhausaufenthalte und 84 Prozent der Einweisungen in die Intensivstation bei den 0- bis 17-Jährigen auf Säuglinge unter einem Jahr entfallen. [EPA-EFE/CAROLINE BLUMBERG]

Für Kinder im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren, die als besonders anfällig für COVID-19 gelten, werde eine Impfung empfohlen, da sich das Virus aktiv ausbreite, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Empfehlung der nationalen Gesundheitsbehörde Frankreichs.

Die am Montag herausgegebene Empfehlung beziehe sich auch auf Kinder mit Begleiterkrankungen wie chronischen Herz- oder Atemwegserkrankungen, Adipositas, Down-Syndrom und Immunschwäche sowie solche, die „in der Umgebung von immungeschwächten Menschen oder Menschen, die auf eine Impfung nicht ansprechen, leben“, so die Gesundheitsbehörde.

Die Empfehlung stützt sich auf Studien der staatlichen Gesundheitsbehörde Santé Publique France, wonach 70 Prozent der Krankenhausaufenthalte und 84 Prozent der Einweisungen in die Intensivstation bei den 0- bis 17-Jährigen auf Säuglinge unter einem Jahr entfallen.

Die Behörde fügte hinzu, dass der Impfstoff bei Kleinkindern gut vertragen werde. So seien in den verschiedenen Studien weder Todesfälle noch Fälle von Myokarditis oder Perikarditis gemeldet worden.

Sollte sich die Regierung der Position der Gesundheitsbehörde anschließen, wäre der Impfstoff von Pfizer die einzige Option für diese Altersgruppe, da er sich bisher als zu mehr als 80 Prozent wirksam gegen symptomatische Infektionen in der anvisierten Altersgruppe erwiesen habe, so die Gesundheitsbehörde weiter.

Für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren, „die nicht mit einem mRNA-Impfstoff geimpft werden können oder wollen“, schlägt die Behörde außerdem vor, den Novavax-Impfstoff zuzulassen.

Zum Veröffentlichungszeitpunkt hatte das Gesundheitsministerium noch nicht auf eine Anfrage von EURACTIV geantwortet, ob es der Empfehlung der Gesundheitsbehörde zur Impfung von Kleinkindern folgen wird.

Seit einigen Wochen betont die Gesundheitsbehörde, wie wichtig die Impfung – und insbesondere die Auffrischungsimpfung – für den Schutz der am meisten gefährdeten Menschen ist.

Weniger als die Hälfte der über 65-Jährigen in Frankreich hat zwei Auffrischungsimpfungen erhalten, obwohl dies von den Gesundheitsbehörden empfohlen wird.