Frankreich verzeichnet Rekordinvestitionen aus dem Ausland
Über 1.700 neue ausländische Investitionsprojekte wurden in Frankreich im Jahr 2022 verzeichnet - ein neuer nationaler Rekord, der mehr als 58.000 Arbeitsplätze sichern oder schaffen dürfte.
Über 1.700 neue ausländische Investitionsprojekte wurden in Frankreich im Jahr 2022 verzeichnet – ein neuer nationaler Rekord, der mehr als 58.000 Arbeitsplätze sichern oder schaffen dürfte.
Zu dem Ergebnis kommt ein von der französischen Behörde Business France am Montag (27. Februar) veröffentlichter Bericht.
Dieser zeigt einen Anstieg der ausländischen Investitionsprojekte um sieben Prozent im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2021, das bereits ein Rekordjahr war. Die 1.725 Projekte könnten demnach bis zu 58.810 Arbeitsplätze schaffen oder erhalten. Die Behörde ist auch für Förderung internationaler Investitionen in Frankreich zuständig.
Die Ergebnisse für 2022 stellen laut dem Wirtschaftsministerium die „höchste Stufe der Attraktivität“ Frankreichs dar. Ein Großteil der Investoren kommt aus europäischen Ländern, rund 65 Prozent. Mit 280 Projekten liegen Investoren aus den Vereinigten Staaten knapp vor Deutschland (256) und Großbritannien (176).
Mehr als ein Viertel der neuen Investitionen betreffen den Industriesektor, was einem Anstieg von 13 Prozent entspricht. Business France stellt auch einen deutlichen Anstieg (+23 Prozent) an Forschungs- und Entwicklungsprojekten (F&E) und der damit verbundenen Arbeitsplätze (+53 Prozent) im Vergleich zu 2021 fest. Frankreich sei „das führende OECD-Land in Bezug auf öffentliche Finanzierung und steuerliche Anreize für F&E in Unternehmen“, so die Agentur.
Der Generaldirektor von Business France, Laurent Saint-Martin, ein ehemaliger Parlamentsabgeordneter, erklärte gegenüber L’Express, diese Zahlen seien auf die von Frankreich seit 2017 durchgeführten Reformen zurückzuführen, „insbesondere im Bereich der Besteuerung und des Arbeitsrechts, wodurch wir in Bezug auf die globale Attraktivität erheblich an Größe gewonnen haben.“
Er begrüßte auch die „Widerstandsfähigkeit“ Frankreichs angesichts von Krisen, insbesondere der Pandemie, der Energiekrise und schließlich der Krise im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.
Saint-Martin warnte jedoch vor den möglichen Folgen des amerikanischen Inflation Reduction Act (IRA) und argumentierte, dass eine nationale und europäische Antwort erforderlich sei.