Frankreich will eigenes Deutschlandticket einführen

Frankreich wird ein Bahnticket einführen, das dem kürzlich eingeführten Deutschlandticket ähnelt. Dies kündigte der französische Verkehrsminister Clément Beaune am Donnerstag an, um die Franzosen zu ermutigen, die Züge zu benutzen, die oft als teure Reisemöglichkeit beklagt werden.

EURACTIV.fr
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Während Frankreich bereits attraktive Angebote für regionale Zugreisen anbietet, die „manchmal attraktiver sind als in Deutschland“, sagte Beaune, er wolle ein ähnliches Niveau an Angeboten auf nationaler Ebene haben. Außerdem könnte man den Pass mit dem öffentlichen Nahverkehr in Großstädten kombinieren. [Shutterstock/olrat]

Frankreich wird ein Bahnticket einführen, das dem kürzlich eingeführten Deutschlandticket ähnelt. Dies kündigte der französische Verkehrsminister an, um die Franzosen zu ermutigen, die Züge zu benutzen, die als zu teuer gelten.

Während Frankreich bereits attraktive Angebote für regionale Zugreisen anbietet, die „manchmal attraktiver sind als in Deutschland“, sagte Clément Beaune, er wolle ein ähnliches Niveau an Angeboten auf nationaler Ebene haben. Außerdem könnte man den Pass mit dem öffentlichen Nahverkehr in Großstädten kombinieren.

„Die Franzosen, unabhängig von ihrem Alter, werden diesen Pass kaufen und unbegrenzt mit Intercity- und Regionalexpresszügen (TER) fahren können“, sagte Beaune am Donnerstagmorgen gegenüber France 2 und fügte hinzu, dass er „ab dem nächsten Sommer“ gelten werde.

„Es wird ein einziger, günstiger Preis sein“ und „etwa 49 € pro Monat“ kosten, fügte er hinzu.

Beaune räumte auch ein, dass die TGV-Hochgeschwindigkeitszüge derzeit „für viele Familien zu teuer“ seien und kündigte an, dass er eine kostengünstige Version der SNCF, den OUIGO, entwickeln wolle.

Beaunes Äußerungen kommen, nachdem Präsident Emmanuel Macron am Montag angekündigt hatte, dass er die Einführung eines Bahntickets nach deutschem Vorbild im Wert von 49 Euro als mögliches Mittel zur Bekämpfung der globalen Erwärmung und der Inflation befürworte.

In Deutschland wurde das Ticket Anfang Mai vor allem aus Umweltgründen eingeführt und ermöglicht die unbegrenzte Nutzung von Regionalzügen und des Stadtnetzes für 49 Euro pro Monat. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP, Renew Europe) geht davon aus, dass das neue deutsche Ticket bis 2030 zu einer geschätzten Verringerung der Emissionen um 22,6 Millionen Tonnen führen wird.

Unterdessen kündigte die österreichische Bahngesellschaft ÖBB am Mittwoch die Rückkehr des Nachtzugs Paris-Berlin ab dem 11. Dezember an, nachdem er 2014 eingestellt worden war.