Französische Rentenreform wird Defizit nicht ausgleichen

Frankreichs heiß diskutierte Rentenreform, die Präsident Emmanuel Macron im März im Parlament durchgesetzt hat, wird wohl, anders als von der Regierung behauptet, nicht ausreichen, um das Rentendefizit zu schließen.

EURACTIV.fr
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Macron unterzeichnete die Rentenreform im April trotz großer landesweiter Proteste, die es so in den letzten 30 Jahren nicht gegeben hat. Damit wurde das gesetzliche Renteneintrittsalter von 62 auf 64 Jahre angehoben, um bis zu 17 Milliarden Euro einzusparen und das Defizit des Rentensystems zu schließen. Die Regierung erklärte, dass das Defizit mit der zunehmenden Alterung der französischen Bevölkerung nur noch wachsen würde. [Shutterstock/Hadrian]

Frankreichs heiß diskutierte Rentenreform, die Präsident Emmanuel Macron im März im Parlament durchgesetzt hat, wird wohl, anders als von der Regierung behauptet, nicht ausreichen, um das Rentendefizit zu schließen. Das geht aus einem Bericht der Rentenaufsichtsbehörde hervor, den die AFP vor der Veröffentlichung am Donnerstag einsehen konnte.

Macron unterzeichnete die Rentenreform im April trotz großer landesweiter Proteste, die es so in den letzten 30 Jahren nicht gegeben hat.

Damit wurde das gesetzliche Renteneintrittsalter von 62 auf 64 Jahre angehoben, um bis zu 17 Milliarden Euro einzusparen und das Defizit des Rentensystems zu schließen. Die Regierung erklärte, dass das Defizit mit der zunehmenden Alterung der französischen Bevölkerung nur noch wachsen würde.

Entgegen den Vorhersagen der Regierung wird das französische Rentensystem jedoch „langfristig defizitär bleiben“, auch wenn die Reform voraussichtlich etwas helfen wird, so der neue Bericht der Rentenaufsichtsbehörde, der am Donnerstag offiziell vorgestellt wird.

Während die Regierung hoffte, bis 2030 ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen, stellte die Rentenaufsichtsbehörde fest, dass auch nach diesem Datum noch ein Defizit von 5 bis 8 Milliarden Euro bestehen würde. Die Hoffnungen der Regierung, die Kontrolle über die öffentlichen Ausgaben wiederzuerlangen, werden damit nicht erfüllt.

Im Mai bezeichnete die französische Regierung die Rentenreform als unabdingbare Voraussetzung, um die „Nachhaltigkeit unserer öffentlichen Finanzen“ zu gewährleisten und bis 2027 Vollbeschäftigung zu erreichen.

Die Kommission bezeichnete das französische Rentensystem als „komplex“ und besonders kostspielig und kritisierte, dass das gesetzliche Renteneintrittsalter in Frankreich viel niedriger ist als im europäischen Durchschnitt.