Ganz Schweden will Verteidigungsausgaben erhöhen

Laut einer neuen Novus-Meinungsumfrage, über die Radio Ekot am Sonntag berichtete, sind die Schwed:innen die EU-Bürger, die am stärksten neue Verteidigungsausgaben befürworten.

EURACTIV.com
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Laut der Umfrage sind die Schweden allgemein weniger besorgt über die negativen Auswirkungen des Ukraine-Krieges als der EU-Durchschnitt. [Shutterstock/M-SUR]

Laut einer neuen Meinungsumfrage, über die Radio Ekot am Sonntag berichtete, sind die Schwed:innen die EU-Bürger, die am stärksten neue Verteidigungsausgaben befürworten.

Außerdem sind die Schwed:innen im Vergleich zum Durchschnitt in der EU weniger besorgt über die negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Dies ergab eine in Schweden durchgeführte Umfrage von Novus, deren CEO Torbjörn Sjöström am Sonntag (3. März) von Radio Ekot interviewt wurde.

„Nach dem Krieg in der Ukraine sind die Schweden positiv gestimmt, da sie immer noch ein gewisses Maß an Vertrauen in die Regierung haben“, sagte er.

Was den Verteidigungshaushalt betrifft, so sind 78 Prozent der Schwed:innen der Meinung, dass er erhöht werden sollte, während 52 Prozent der EU-Bürger:innen dieselbe Ansicht vertreten.

Allerdings sind 70 Prozent der Bürger:innen Schwedens sehr besorgt oder besorgt darüber, dass Russland Atomwaffen einsetzen könnte, 65 Prozent über einen neuen Weltkrieg und 71 Prozent über Preissteigerungen in der Nachkriegszeit. Zudem befürchten nur 56 Prozent der Schwed:innen, selbst in den Krieg hineingezogen zu werden, verglichen mit 72 Prozent der anderen EU-Bürger:innen.

Bei fast allen kriegsbezogenen Fragen zeigen sich die EU-Bürger:innen im Durchschnitt besorgter als die Schwed:innen. Dies gilt auch für das Risiko, dass das eigene Land in einen Krieg hineingezogen wird.

„Wir haben ein hohes Maß an Vertrauen in die Gesellschaft, wir haben im Vergleich zu anderen Ländern ein hohes Maß an Vertrauen in den Staat und wir haben im Vergleich zu vielen anderen Ländern eine gut funktionierende Demokratie. Ich denke also, dass das Vertrauen in das Kollektiv in Schweden generell höher ist und das trägt dazu bei, dass wir weniger Angst vor den Ereignissen haben“, sagte Sjöström.