Irland erwägt Maßnahmen gegen kriegsbedingten Anstieg der Energiekosten

Die irische Regierung ist am Donnerstag zusammengekommen, um über mögliche Maßnahmen zum Ausgleich der durch den Krieg in der Ukraine verursachten höheren Kraftstoff- und Energiekosten zu beraten.

EURACTIV.com
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In seiner Rede vor dem irischen Parlament am Donnerstag warnte Varadkar, dass die Preise in den kommenden Wochen weiter steigen könnten, da der Konflikt andauere und seine Auswirkungen wahrscheinlich über einen langen Zeitraum zu spüren sein würden. [<a href="https://www.shutterstock.com/image-photo/warsaw-poland-august-3-2015-refueling-305459558" target="_blank" rel="noopener">MikeDotta / Shutterstock.com</a>]

Die irische Regierung ist am Donnerstag zusammengekommen, um über mögliche Maßnahmen zum Ausgleich der durch den Krieg in der Ukraine verursachten höheren Kraftstoff- und Energiekosten zu beraten.

Im Vorfeld der Sitzung erklärte der stellvertretende Premierminister Leo Varadkar, dass die Minister die Einführung von Verbrauchssteuern prüfen würden, um die Bürger:innen bei den steigenden Kosten zu unterstützen.

In seiner Rede vor dem irischen Parlament am Donnerstag warnte Varadkar, dass die Preise in den kommenden Wochen weiter steigen könnten, da der Konflikt andauere und seine Auswirkungen wahrscheinlich über einen langen Zeitraum zu spüren sein würden.

Obwohl Irland weder mit Russland noch mit der Ukraine in nennenswertem Umfang direkten Handel treibe und auch nicht von ihnen im Energiebereich abhängig sei, würden die indirekten Auswirkungen der Krise wahrscheinlich zu einem Preisanstieg führen, fügte er hinzu.

„Wir suchen nach anderen Möglichkeiten, wie wir reagieren können“, sagte er. „Aber wir wären unehrlich, wenn wir den Menschen und Unternehmen nicht sagen würden, dass die Gründe für den Preisanstieg größtenteils außerhalb unserer Kontrolle liegen“, fügte er hinzu.

Varadkar bezeichnete die Situation in der Ukraine als „beispiellos.“ Irland habe nach den Turbulenzen der Corona-Pandemie zwar auf eine Phase der Stabilität und Normalität gehofft, sei nun aber mit einem „weiteren Schock“ in Bezug auf die Preise konfrontiert.

Auf der Kabinettssitzung am Donnerstag sollten die Minister auch darüber beraten, welche politische und humanitäre Hilfe der Ukraine angeboten werden könnte, fügte er hinzu.

Sie würden auch diskutieren, „was wir sonst noch tun müssen oder können, um Haushalten, Unternehmen und Landwirt:innen zu helfen, die von den Sanktionen und der durch die Krise in der Ukraine verursachten wirtschaftlichen Störung betroffen sind“, sagte er weiter. Dies würde ein gewisses Maß an Koordination auf EU-Ebene erfordern, fügte er hinzu.