Irland kann ukrainische Flüchtlinge kaum mehr unterbringen

Ukrainische Flüchtlinge, die in Irland ankommen, müssen möglicherweise bald in Zelten untergebracht werden, während die Regierung nach verfügbaren Immobilien sucht, die als Unterkunft genutzt werden können.

EURACTIV.com
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Bis zu dieser Woche sind seit Kriegsbeginn über 14.600 Flüchtlinge aus der Ukraine in Irland eingetroffen. Nach Schätzungen der Regierung könnte diese Zahl bis Ende April auf 30.000 ansteigen. [Shutterstock/Berit Kessler]

Ukrainische Flüchtlinge, die in Irland ankommen, müssen möglicherweise bald in Zelten untergebracht werden, während die Regierung nach verfügbaren Immobilien sucht, die als Unterkunft genutzt werden können.

Bis zu dieser Woche sind seit Kriegsbeginn über 14.600 Flüchtlinge aus der Ukraine in Irland eingetroffen. Nach Schätzungen der Regierung könnte diese Zahl bis Ende April auf 30.000 ansteigen.

Viele Menschen wurden von Bürger:innen aufgenommen, und die Regierung hat sich bemüht, Hotelzimmer zur Verfügung zu stellen und Immobilien ausfindig zu machen, die als Unterkunft genutzt werden können. Berichten zufolge wurde dem Kabinett jedoch mitgeteilt, dass die verfügbaren Wohnräume „innerhalb weniger Wochen“ erschöpft sein werden.

Die Überprüfung von Objekten, die von der Öffentlichkeit angeboten werden, wird sich beschleunigen, aber die irischen Streitkräfte haben bereits damit begonnen, Zelte und mobile Schlafsääle an mehreren Orten aufzustellen.

Die Unterbringung der Menschen in Zelten sei zwar „nicht unsere erste Wahl, aber eine Möglichkeit, die bald zum Einsatz kommen könnte“, sagte Integrationsminister Roderic O’Gorman Anfang dieser Woche und fügte hinzu, Irland stehe „vor einer humanitären Krise, wie es sie in diesem Ausmaß noch nie gegeben hat“.

In einem Gespräch mit dem Fernsehsender RTÉ sagte Wohnungsbauminister Darragh O’Brien am Mittwoch, dass im Rahmen der von der Regierung eingeleiteten Suche nach großen Objekten, die in Wohnungen für Ukrainer:innen umgewandelt werden könnten, 500 Standorte ermittelt worden seien.

Er fügte hinzu, dass ein Großteil der Unterkünfte auf Dauer angelegt werden müssten, da das Ausmaß der Zerstörung in der Ukraine es für viele Menschen unmöglich machen würde, in naher Zukunft in ihre Häuser zurückzukehren.

Er sagte, dass bis zu 35.000 zusätzliche Wohnungen – sowohl Neubauten als auch renovierte bestehende Häuser – benötigt werden könnten, um die Menschen in den kommenden Jahren unterzubringen.

In Irlands Städten herrschte bereits vor dem Krieg in der Ukraine Wohnungsnot.