Irreguläre Migration über Slowenien in diesem Jahr mehr als verdoppelt
Die slowenische Polizei hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres insgesamt 15.590 irreguläre Migrant:innen aufgegriffen, was einem Anstieg von 115 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht.
Die slowenische Polizei hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres insgesamt 15.590 irreguläre Migrant:innen aufgegriffen, was einem Anstieg von 115 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht.
In den letzten drei Monaten ist die Zahl noch weiter gestiegen.
Die größte Einzelgruppe irregulärer Migrant:innen, die in diesem Jahr nach Slowenien gekommen sind, waren afghanische Bürger:innen (2.691), gefolgt von Indien (1.983), Burundi (1.821), Bangladesch (1.641) und Pakistan (1568), wie die Polizeistatistik zeigt.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben mehr als dreimal so viele, nämlich fast 15.000, ihre Absicht bekundet, in Slowenien Asyl zu beantragen.
Letztendlich haben jedoch nur 5.452 Personen Asyl beantragt, und 157 Personen wurde der Status zuerkannt, gegenüber 12 im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Etwa 5.200 Anträge wurden entweder nicht weiter verfolgt oder abgelehnt, die meisten davon, weil die Antragsteller das Land verließen, bevor die Verfahren abgeschlossen waren.
Während der starke Zustrom aus Afghanistan auf die Übernahme des Landes durch die Taliban zurückzuführen ist, erklärt die Polizei den Anstieg der Zuwanderung aus Indien, Burundi und Kuba mit der Tatsache, dass Bürger:innen dieser Staaten kein Visum für die Einreise nach Serbien benötigen, von wo aus sie ihre Reise nach Westeuropa fortsetzen.
Vertreter:innen verschiedener EU-Länder hatten Serbien zuletzt erneut dazu aufgerufen, seine Einreisebestimmungen an die der EU anzugleichen.